VDMA: Flexibilität am Arbeitsmarkt erhalten – Verunsicherung in Unternehmen beenden

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Am Mittwoch, 12.11.2014, diskutierten in der Berliner Bundespressekonferenz Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften die steigenden Anforderungen an ein flexibles Arbeitsumfeld. Es bestätigte sich, dass Globalisierung und Digitalisierung auch die Arbeitswelt beeinflussen werden.

Am Mittwoch, 12.11.2014, diskutierten in der Berliner Bundespressekonferenz Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften die steigenden Anforderungen an ein flexibles Arbeitsumfeld. Es bestätigte sich, dass Globalisierung und Digitalisierung auch die Arbeitswelt beeinflussen werden.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des VDMA, Thilo Brodtmann, forderte die Politik bei dieser Gelegenheit nachdrücklich auf, auf angedachte Regulierungen im Bereich der Zeitarbeit oder der Werk- bzw. Dienstverträge zu verzichten und die Diskussionen, die bereits seit Monaten zu Verunsicherungen in der Praxis führen, zu beenden.

Gerade für den Maschinen- und Anlagenbau, der sich im internationalen Wettbewerb behaupten muss, ist ein flexibles Arbeitsumfeld am Standort Deutschland ein strategischer Erfolgsfaktor. Stark schwankende Auftragseingänge in einem zyklischen Umfeld, ein steigender Innovationsdruck, zunehmend komplexe Kundenanforderungen und die Digitalisierung der Produktion sowie der Prozesse sind Herausforderungen, denen sich die Unternehmen bereits heute, aber in Zukunft noch verstärkt stellen müssen.

Zudem wird die Arbeitsteilung im Rahmen der Realisierung von Industrie 4.0 zwangsläufig zunehmen. Zur Nutzung von Werk- und Dienstverträgen gibt es somit keine Alternative. Selbstverständlich sind auch aus Sicht des VDMA Missbräuche nicht akzeptabel, sie können aber nicht als Rechtfertigung für einen übertriebenen gesetzgeberischen Aktionismus dienen.

„Die Politik darf hier nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und muss Verhältnismäßigkeit sowie Augenmaß wahren“, so Brodtmann. „Einengende Rahmenbedingungen und einschneidende Regulierungen sind im heutigen Wirtschaftsleben fehl am Platz. Sie stellen die für den Wirtschaftsstandort bedeutsame arbeitsteilige Wertschöpfung in Frage, gefährden damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und riskieren somit eine langfristige Beschäftigungssicherung.“

Der VDMA konnte in zahlreichen Gesprächen mit Abgeordneten und Vertretern des Bundesarbeitsministeriums erfolgreich für eine differenziertere Sichtweise eintreten und die Verantwortlichen von einer vorschnellen gesetzlichen Regelung abhalten. Bis zum Ende der Legislaturperiode sind laut Aussagen der Politik zumindest im Bereich der Werk- und Dienstverträge keine gesetzlichen Regelungen mehr zu erwarten – umso wichtiger ist es nun, der herrschenden Verunsicherung entgegen zu wirken.

Kontakt:

Fabian Seus
VDMA-Abt. Recht
Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik
Telefon: 069 / 6603 – 1350
E-Mail: fabian.seus@vdma.org