Zahl der Woche

VDMA

Um nominal 11,7 Prozent verfehlte die Maschinenausfuhr der EU-Mitgliedsländer in den Monaten Januar bis September 2020 das Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Der Rückgang entspricht einem Warenwert von rund 45 Milliarden Euro.

Zweistellige Einbußen gab es erfreulicherweise nicht in allen Ländern. Die Gründe für die „nur“ einstelligen Minusraten sind auf nationaler Ebene sehr verschieden. Hier ein paar Beispiele:

  • Bei den Exporten der Niederlande spielte die positive Entwicklung im Fachzweig Halbleiter- und Flachdisplay-Produktionsmittel eine Rolle (plus 13,6 Prozent zum Vorjahr).
  • In Finnland konnten die Hersteller von Druck- und Papiertechnik ihre Exporte um 24,9 Prozent steigern.
  • Bei Polen glich der Zuwachs von 7,1 Prozent im Maschinenhandel mit Russland, dem zweitwichtigsten Auslandsmarkt der polnischen Maschinenhersteller, die Rückgänge in den anderen Märkten etwas aus.
  • Der spanische Maschinenbau konnte seine Ausfuhr in die USA um 18,4 Prozent steigern. Auf Fachzweigebene sind hier insbesondere Power Systems mit plus 364 Prozent sowie Fluidtechnik mit plus 102 Prozent zu erwähnen.
  • Im Falle von Österreich fiel die Minusrate geringer aus als im EU-Durchschnitt, da das dritte Quartal 2019 als Basisquartal vergleichsweise schwach war.

Zur Vervollständigung noch der Blick auf das ehemalige EU-Mitglied Vereinigtes Königreich: Hier betrug der Exportrückgang in Euro im gleichen Zeitraum minus 10,0 Prozent.

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Ihre Ansprechpartnerin:

Anke Uhlig

VDMA Volkswirtschaft und Statistik

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