Der VDMA wünscht fröhliche und erholsame Weihnachtstage!

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Die Maschinen- und Anlagenbauer haben in der Pandemie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Menschen geleistet. Der VDMA wünscht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Maschinen- und Anlagenbau ein erholsames und trotz allem fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Bereits vor einem Jahr war die Welt im Maschinen- und Anlagenbau nicht mehr in Ordnung - Handelskriege und rasche Transformationsprozesse erschwerten die Geschäfte der Unternehmen. Die Corona-Pandemie fordert seit Frühjahr 2020 die Industrie zusätzlich heraus. Die Produktion trotz Grenzschließungen am Laufen zu halten und zugleich die Infektionsrisiken für alle Beschäftigten zu minimieren – das wurde zur alles dominierenden Aufgabe. Der Zusammenhalt, den der mittelständisch geprägte Maschinen- und Anlagenbau im Angesicht der schwersten Krise seit Jahrzehnten gezeigt hat, ist daher eine großartige Leistung. Die Stammbelegschaften wurden weitgehend gehalten, Lieferketten überprüft und – wo erforderlich – umgestellt, sowie Arbeitsmodelle mit Homeoffice eingeführt. Die Maschinen- und Anlagenbauer haben einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Menschen geleistet, sei es in den vielfältigen Logistikketten für Güter des täglichen Bedarfs, sei es in der Medizintechnik oder bei der Aufrechterhaltung der Infrastruktur. Deshalb können die VDMA-Mitgliedsfirmen das zu Ende gehende Jahr trotz aller Herausforderungen mit Stolz bilanzieren und in eine wohl verdiente Weihnachtspause gehen.

Politik verdient grundsätzliches Lob
Auch die deutsche und europäische Politik verdienen am Ende dieses Jahres ein Lob. Nicht jede politische Entscheidung des Jahres 2020 war richtig, aber das Krisenmanagement der Regierung sowie der EU hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten Wirkung entfaltet. Dazu gehört auf nationaler Ebene die Sicherung von Arbeitsplätzen durch die Ausweitung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds ebenso wie die Entscheidung, die industrielle Produktion nicht zu schließen. In der EU drohte anfangs schwerer Schaden aufgrund von nationalen Alleingängen. Aber gerade in den Monaten der deutschen Ratspräsidentschaft wurden im Kampf gegen die Corona-Folgen entscheidende Weichen gestellt. Mit dem EU Recovery Plan demonstrierte die Gemeinschaft ihren Willen zum Zusammenhalt, und auch die Verträge zur Sicherung von ausreichend Impfstoff sind ein wichtiger Baustein, um Europa wieder in die Normalität zurückzuführen.

Unternehmen brauchen gute Rahmenbedingungen
Das alles darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass jetzt weitere große Aufgaben warten. Die Unternehmen müssen die Corona-Zeit proaktiv für einen zusätzlichen Digitalisierungsschub nutzen und zugleich ihre Finanzierung für den erhofften Aufschwung sicherstellen. Viele Betriebe werden ergänzende (digitale) Geschäftsmodelle, Kundenbranchen und Absatzmärkte finden müssen. Das geht nur, wenn die Politik dem freien Unternehmertum endlich wieder mehr Spielraum gibt, statt immer stärker in einen Staatsdirigismus zu verfallen. Das Jahr 2021, das auch im Zeichen der Bundestagswahl stehen wird, darf nicht in einem Überbietungswettkampf aller Parteien und damit letztlich mit Steuererhöhungen enden. Statt über Mehrbelastungen zu reden, die Gift wären für alle Zukunftsinvestitionen, muss die Politik jetzt einen klaren „Exit-Plan“ für die Zeit nach den Corona-Beschränkungen ausarbeiten. Verlässliche, auf den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft beruhende Regeln zum Beispiel in der Klima- und Energiepolitik würden helfen, die Potenziale für neue Technologien und Arbeitsplätze zu heben. Die staatliche Bevorzugung einzelner Marktsegmente schadet dagegen einer Wirtschaft, die aus der Innovationskraft gerade mittelständischer Betriebe ihre Stärke schöpft. Dies gilt auch für Europa: eine stärkere Autarkie der einzelnen Mitgliedsstaaten wäre genau die falsche Konsequenz aus der Corona-Krise. Nur eine gemeinsame Stärkung des Binnenmarkts und seiner offenen Grenzen sichert der EU eine Zukunft als gleichberechtigter Partner zwischen den USA und Asien.

Durchschnaufen und dann Durchstarten
Die kommenden Tage werden viele Unternehmen dazu nutzen, ihren Betrieb zumindest teilweise ruhen zu lassen und allen Beschäftigten eine wohl verdiente Verschnaufpause zu geben. Der VDMA wünscht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Maschinen- und Anlagenbau ein erholsames und trotz allem fröhliches Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Ihr
Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer