Betrieben Nullrunde ermöglichen!

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Die Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstands sorgt für Kopfschütteln beim VDMA. Denn in der Corona-Krise gibt es keinen Verteilungsspielraum für höhere Löhne.

Zur Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstands für die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie erklärt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann:

„In der Pandemie gibt es im Maschinenbau keinen Verteilungsspielraum, weder für Lohnerhöhungen noch andere kostentreibende Maßnahmen wie Arbeitszeitverkürzungen mit Lohnausgleich. Uns ist daher ein Rätsel, wie die IG Metall auf die Vier-Prozent-Erhöhung kommt, die sie den Betrieben im Extremfall aufbürden will.

"Das einzig Gute an der Empfehlung ist die Bereitschaft der IG Metall, den Betrieben mehr Eigenverantwortung bei der Umsetzung eines Tarifvertrags einzuräumen."

Das einzig Gute an der Empfehlung ist die Bereitschaft der IG Metall, den Betrieben mehr Eigenverantwortung bei der Umsetzung eines Tarifvertrags einzuräumen. Dazu muss allerdings auch die Möglichkeit gehören, dass die Betriebe sich auf eine Nullrunde verständigen. Denn nur dann würde tatsächlich der Lage der einzelnen Betriebe Rechnung getragen, die von der Corona-Krise unterschiedlich betroffen sind.“