„Die Corona-Bekämpfung darf nicht zu einer Staatswirtschaft führen“

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Zur Generaldebatte im Bundestag sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann: „Die große Koalition muss jetzt ihren Blick über die direkte Krisenbewältigung hinaus richten. Die Corona-Bekämpfung darf nicht zu einer Staatswirtschaft führen."

"Statt die marktwirtschaftlichen Prinzipien weiter einzuschränken, müssen nun Kräfte entfesselt werden, die den dringend notwendigen Wirtschaftsaufschwung intensivieren. Die Ausdehnung der Kurzarbeit hat Insolvenzen verhindert und Arbeitsplätze gesichert. Die Möglichkeit für einen Verlustrücktrag bis 2017 würde nun die Kapitalausstattung genau bei den Unternehmen verbessern, die erkennbar gesund in die Verwerfungen der Coronakrise geraten sind.

Investition und Innovation statt unbegrenzter Schulden müssen schnellstmöglich wieder den Bundeshaushalt prägen. Ein Schub an viel versprechenden Maßnahmen wie die degressive Abschreibung, die steuerliche Forschungsförderung oder die Industrielle Gemeinschaftsforschung ist nun das Gebot der Stunde. Hier darf es nicht bei befristeten Verbesserungen bleiben. Anzupacken ist ebenso eine Unternehmenssteuerreform.
Zur Bewältigung der Krise müssen Deutschland und Europa weitere internationale Märkte erschließen. Mercosur darf nicht stecken bleiben. Deutsche Alleingänge wie zum Beispiel das geplante Sorgfaltspflichtengesetz drohen durch Praxisferne gerade für den industriellen Mittelstand ein Investitionshemmnis bei der Erschließung der Märkte zu werden.“

Ein Foto von VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann finden Sie hier.