Erfolgreicher Erfahrungsaustausch zu Technischen Regelwerken Non-EU

Fotos: Kohl_VDMA-Österreich

Wie und wo findet man den Ausweg aus dem aktuellen Dickicht lokaler technischer Regularien? Ein Präsenz-Erfahrungsaustausch des VDMA Österreich gemeinsam mit Experten der VDMA Abteilung Technik-Umwelt-Nachhaltigkeit lieferte am 17. September 2020 in Seewalchen am Attersee Antworten auf viele Fragen und Problemstellungen österreichischer Maschinen- und Anlagenbauer.

Über ein halbes Jahr lang führte der VDMA Österreich Corona-bedingt bereits an die 20 Web-Seminare und Online-Erfas durch. Nun sehnte sich die österreichische Maschinenbau-Landschaft aber auch wieder nach physischen Netzwerk-Meetings und der Expertise, die in den Präsenz-Veranstaltungen des VDMA zu diversen Themen der Maschinen- und Anlagenbauer angeboten wird. Am 17. September 2020 fand nun die erste Präsenz Veranstaltung des 2. Halbjahres 2020 im VDMA Österreich in Seewalchen am Attersee statt. 21 Experten aus dem Maschinen- und Anlagenbau in Österreich und Deutschland trafen sich dabei zum Erfahrungsaustausch „Technischen Regelwerken Non-EU – Ausweg aus dem aktuellen Dickicht lokaler technischer Regularien“.

Das Exportgeschäft in Nicht-EU-Staaten entwickelt sich dabei mehr und mehr zum täglichen Kampf mit der sagenumwobenen Hydra. Kaum sind die komplexen Anforderungen an die Investitionsgüter des Maschinenbaus für ein Lieferland erfasst und im Lieferprozess abgebildet, erwachsen für kommende Aufträge neue und geänderte Dokumentations- und Nachweispflichten. Die einfache Formel, dass in der EU vermarktungsfähige Produkte ohne großen Zusatzaufwand in Drittstaaten exportiert werden können, endet allzu häufig im Irrgarten lokaler Anforderungen zum Nachweis der Marktkonformität.

Foto: Kohl_VDMA-Österreich

Die Referenten Thomas Noll und Hermann Wegner aus der Abteilung Technik-Umwelt-Nachhaltigkeit des VDMA konnten den VDMA Mitgliedsunternehmen mit dieser Veranstaltung wesentliche Informationen zur länderspezifischen Umsetzung technischer und umweltrelevanter Vorgaben als Navigationshilfe durch die verschlungenen Pfade der technischen Regelwerke von Nicht-EU-Staaten liefern. Dabei wurden die Teilnehmer mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen, Produktanforderungen sowie erforderlichen Kennzeichnungs- und Zertifizierungspflichten in den vorgestellten Ländern vertraut gemacht. Damit können diese beispielsweise ihre Termin- und Kostenpläne mit höherer Verlässlichkeit planen und umsetzen. Im Fokus der Veranstaltung standen vor allem die Märkte USA, China, Brasilien und die Eurasische Wirtschaftsunion am Beispiel Russland.

Der Erfahrungsaustausch zeigte zudem, dass die zu beachtenden Regelwerke mit der Situation rund um Corona nicht einfach werden, sondern im Gegenteil manchmal zusätzlich neue Unsicherheiten und vor allem Verzögerungen auftreten.