Auswirkungen der Coronapandemie treffen PV-Maschinenbauer hart

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Der Gesamtumsatz im 1. Quartal 2020 beträgt bei den Photovoltaik Maschinenbauern weniger als 50 Prozent des Vorjahresniveaus. Der Auftragseingang verspricht Erholung. 90 Prozent der asiatischen Aufträge kommen aus China.

Die Auswirkungen der Coronapandemie erreichen den Photovoltaik-Maschinenbau mit voller Wucht, was sich vor allem im Gesamtumsatz des 1. Quartals 2020 widerspiegelt. Dieser ist im Vergleich zum Vorquartal um 55 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 57 Prozent gesunken. Einen derart heftigen Rückgang gab es seit 2012 nicht mehr, als der deutsche Photovoltaikmarkt einen Tiefstand erreichte.

Jedoch verspricht der Auftragseingang etwas Erholung, im 1. Quartal 2020 konnten 37 Prozent mehr Aufträge als im Vorquartal verbucht werden. Voller Zuversicht erwarten die PV-Maschinenbauer, dass sich dieser positive Trend weiter fortsetzt. Der erwartete Umsatz für diese Periode könnte je nach Entwicklung der Coronapandemie wieder annähernd an den Gesamtumsatz des Vorjahresquartals anschließen.
 

Wichtigster Exportmarkt ist China

China nimmt den Spitzenplatz der wichtigsten Absatzmärkte in der exportorientierten PV-Maschinenbaubranche ein. Mehr als 90 Prozent des asiatischen Auftragseingangs wurden in China verbucht, einen Anteil von lediglich 4 Prozent erreichte der zweitgrößte asiatische Absatzmarkt Malaysia.  Die Betrachtung des weltweiten Auftragseingangs zeigt, dass knapp 90 Prozent der eingehenden Aufträge aus Asien kommen, hingegen werden nur jeweils 5 Prozent Inlandsaufträge sowie 5 Prozent Aufträge aus den USA gemeldet.

Dies zeigt die gravierenden globalen Auswirkungen der Coronapandemie. Während der in Asien verbuchte Umsatz mit 52 Prozent im 1. Quartal 2020 deutlich rückläufig war, wird dort nun eine etwas entspanntere Situation mit einem erneut steigenden Umsatzplus von 18 Prozentpunkten im folgenden Quartal 2020 erwartet. Hingegen zeigt sich jetzt das volle Ausmaß der Coronapandemie im Rückgang der Umsätze des europäischen sowie amerikanischen Marktes.

„Wie in der gesamten Maschinenbaubranche zeigten die global verzahnten Wertschöpfungsketten infolge der Coronapandemie gravierende Störungen und erhebliche Schwankungen im Hinblick auf verschiedene Absatzmärkte. Die deutschen PV-Maschinenbauer sind mit einer Exportquote von über 90 Prozent stark abhängig von funktionierenden Lieferketten,“ sagt Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Stabiler Umsatzanteil von Anlagen für Dünnschicht Photovoltaik

Mit einem Umsatzanteil von 54 Prozent bilden Anlagen für Dünnschicht-Photovoltaik erneut das umsatzstärkste Segment ab, gefolgt von Equipment für Zellen, welches einen Umsatzanteil von 45 Prozent aufweist. Die Umsatzanteile von Produktionsmitteln für Poly-Silizium, Ingots oder Wafern sowie für Module liegen jeweils bei unter 1 Prozent.

Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel sagt zur aktuellen Situation: „Wie erwartet, wirkt sich die Coronapandemie auf den verbuchten Umsatz von deutschen Photovoltaik Produktionsmitteln negativ aus. Jedoch bieten sich aufgrund der Historie der deutschen Solarindustrie auch Chancen, insbesondere im Hinblick auf exzellente deutsche Technologie. Dabei spielt ,Local Content‘ eine wichtige und entscheidende Rolle und sollte auf deutscher und europäischer Ebene vorangetrieben werden.“

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Haben Sie noch Fragen? Dr. Susanne Herritsch, VDMA Photovoltaik Produktionsmittel, Telefon 069 6603 1979, susanne.herritsch@vdma.org, beantwortet sie gerne.

Der VDMA vertritt rund 3300 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung, Mittelstand und beschäftigt rund vier Millionen Menschen in Europa, davon mehr als eine Million allein in Deutschland.

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