„Werkverträge dürfen nicht verboten werden!“

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Ein faktisches Verbot von Werkverträgen für alle Branchen, wie es von manchen Politikern gefordert wird, lehnt der VDMA in aller Deutlichkeit ab

Zu der anhaltenden Diskussion über ein Verbot von Werkverträgen erklärt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker:

„Werkverträge sind nicht der Auslöser für eine Ansteckung mit dem Corona-Virus. Alle Beschäftigten müssen Hygieneregeln in den Betrieben einhalten, unabhängig ob sie in einem Unternehmen direkt angestellt sind oder dort auf Basis eines Werkvertrags arbeiten. Ein Werkvertragsverbot für eine einzelne Branche halten wir aus rechtlicher Sicht für äußerst bedenklich. Ein faktisches Verbot von Werkverträgen für alle Branchen, wie es nun von manchen Politikern gefordert wird, lehnen wir in aller Deutlichkeit ab. Ein Verbot solcher Verträge würde massiv in die von der Verfassung geschützte unternehmerische Freiheit eingreifen.

Werkverträge sind ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaftsordnung, die der Maschinen- und Anlagenbau sowohl als Kunde als auch als Anbieter nutzt, weil sich anders eine auf Effektivität ausgerichtete Arbeitsteilung nicht aufrechterhalten lässt. Insbesondere die auf Service ausgerichteten Geschäftsmodelle des erfolgreichen industriellen Mittelstands sind auf das Instrument Werkvertrag existentiell angewiesen.“