Zahl der Woche

Der chinesische Anteil der im Maschinenbau in Deutschland eingesetzten ausländischen Wertschöpfung aus der Ursprungsindustrie „Computer, elektronische und optische Produkte“ betrug im Jahr 2015 bereits 26,3%. Zusätzliche 13,3 % stammten aus den USA.

Diese Anteile lassen sich aus der Trade in Value Added (TiVA) Datenbank der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ableiten. Eine detaillierte Übersicht der wichtigsten ausländischen Wertschöpfungslieferanten für den Manschinenbau in Deutschland haben wir in einem separaten Beitrag für Sie erstellt.

Auch für weitere Ursprungsindustrien ist eine starke räumliche Konzentration auf relativ wenige Ursprungsländer beobachtbar. Derart große Anteile lassen sich bei ihrem Ausfall kaum durch ein schnelles Ausweichen auf andere Zulieferländer kompensieren. Somit kann ein ökonomischer Shutdown oder ein Ausfuhrstopp in einem Land die gesamte Lieferkette ins Stocken bringen. Dies ist jüngst durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der weltweiten Corona-Pandemie geschehen.

Wenn Unternehmen aufgrund fehlender Vorprodukte die eigene Produktion herunterfahren, hat dies wiederum massive Konsequenzen auf der Nachfrageseite. Denn wer selbst weniger produziert, fragt auch weniger Vorleistungen nach. Welche weitreichenden Auswirkungen dies haben kann, wieso eine Renationalisierung von Wertschöpfungsschritten keine Lösung ist und wie die Globalisierung selbst an den Erkenntnissen dieser Krise wachsen und zur Schaffung eines krisenresilienteren Wirtschaftsgefüges beitragen kann, legen die VDMA Volkswirte in einem ausführlichen Diskussionsbeitrag zur Maiausgabe des ifo Schnelldienstes dar (zu finden ab Seite 23).

 

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