Corona-Zeiten brauchen keine neuen technischen Vorschriften für Armaturen

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„Der Corona-Virus ist beim Auftragseingang angekommen“ konstatiert Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Armaturen. Nachdem die Unternehmen im ersten Quartal 2020 noch mehrheitlich positive Umsätze erzielten und von gut gefüllten Auftragsbüchern profitierten, trüben sich die Aussichten in Folge des Wegbruchs zentraler Absatzmärkte immer mehr ein.

Ungeachtet dessen treiben sowohl EU-Kommission als auch Bundesregierung ihre regulatorischen Initiativen unverdrossen voran, wofür Burchard kein Verständnis zeigt. Unsere Unternehmen haben derzeit anderes zu tun, als sich mit neuen kostensteigernden Produktanforderungen, Audits und Zertifikaten zu beschäftigen; zumal sie ohnehin bereits die anspruchsvollsten Anforderungen weltweit erfüllen.

Vor diesem Hintergrund fordert der VDMA die Zurückstellung aller regulatorischen Initiativen, die die Kosten für die Unternehmen erhöhen und notwendige Ressourcen von der Bekämpfung des Corona-Virus ablenken. Dazu gehört u. a.  auch die ab dem 21.03.2021 geltende neue Bewertungsgrundlage für Kunststoffe, die einer Empfehlung des Umweltbundesamtes folgend ein aufwendiges Konformitätsnachweisverfahren vorsieht, dass Zertifizierer wie der DVGW aus Kapazitätsgründen ohnehin nicht termingerecht begleiten können.

Der VDMA hat das Bundesgesundheitsministerium als Fachaufsicht des Umweltbundesamtes -  gemeinsam mit anderen Verbänden – um entsprechende Zurückhaltung ersucht.

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