Corona-Krise: Sicherung von Zulieferungen

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Viele VDMA-Mitglieder werden aktuell gebeten, ihren Geschäftspartnern Erklärungen zu übermitteln, dass sie eine „essential production“ betreiben. Dies wirft Fragen auf, weshalb der VDMA ein Memo zu diesem Thema erstellt hat.

Hintergrund sind primär behördlich angeordnete Betriebsschließungen im Ausland, insbesondere in Italien. Die betroffenen Zulieferer versuchen, mit Hilfe solcher Erklärungen ihrer weltweiten Kunden die eigenen Behörden zu überzeugen, ihnen Ausnahmegenehmigungen zur Fortsetzung der Produktion zu erteilen. Außerdem gibt es Unternehmen, die solche Erklärungen präventiv einsammeln, für den Fall der Fälle – selbst innerhalb Deutschlands, obwohl bei uns flächendeckende Betriebsschließungen politisch nicht zur Debatte stehen.

Im Rahmen einer Ad-hoc-Umfrage hat der VDMA festgestellt, dass sowohl die Art der Anfragen als auch die Art der Erklärungen sehr unterschiedlich sind. Vereinzelt wurden Erklärungen mit sachlich zweifelhaftem Inhalt, vom anfordernden Geschäftspartner vorformuliert, abgegeben. Manchmal wurden unnötig Rechtsvorschriften herangezogen, die für das aktuelle Problem überhaupt nicht anwendbar sind. Das VDMA-Memo „Corona-Krise: Sicherung von Zulieferungen aus dem In- und Ausland“ fasst die Problematik zusammen und gibt Hinweise zum praktischen Vorgehen.

Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Hinweise von VDMA-Mitgliedern zu neuen Betriebsschließungen bei ausländischen Geschäftspartnern nehmen wir gerne entgegen, ebenso Hinweise über eine lokale Verbesserung der Situation. 

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