Industriearmaturen: Aussichten für 2020 deutlich eingetrübt

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Umsatzminus im oberen einstelligen Bereich erwartet - Noch gut gefüllte Auftragsbücher zum Jahresauftakt - Corona-Krise trifft Branche erst mit Verzögerung

Die weltweite Konjunkturabschwächung im Zuge der Corona-Krise trifft die deutsche Industriearmaturenbranche zu einem Zeitpunkt, der Schlimmeres verhindert. Denn in den Monaten Januar und Februar wurde noch ein gutes Umsatzplus von 6 Prozent eingefahren. Das Inlandsgeschäft lag sogar um 25 Prozent über dem relativ schwachen Vorjahresergebnis. Der Auslandsumsatz war jedoch mit minus4 Prozent leicht rückläufig. Die Auftragsbücher waren zuletzt noch recht gut gefüllt.

„Vor dem Hintergrund des schwächeren Weltwirtschaftswachstums sowie der Industrierezession in Deutschland können die Industriearmaturenhersteller mit der Entwicklung zum Jahresauftakt zufrieden sein“, fasst Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Armaturen, die aktuelle Lage zusammen. „Da einige Abnehmerbranchen sich aber bereits jetzt im Krisenmodus befinden, spricht leider vieles dafür, dass die Branche im Jahresverlauf von den Auswirkungen der Corona-Krise stark betroffen sein wird“, warnt Burchard. Die konkreten Auswirkungen des Coronavirus sind zwar noch nicht absehbar, lassen aber die Inlandskonjunktur und die Exportaussichten für sämtliche Industriebranchen einbrechen. „Die zuletzt relativ etwas schwächer tendierende Auftragslage lässt darauf schließen, dass sich die Konjunkturabschwächung mit einiger Verzögerung in der Industriearmaturenbranche bemerkbar macht. Mit stärkeren Rückgängen rechnen wir insbesondere im zweiten Halbjahr. Vor diesem Hintergrund erwarten wir aktuell für 2020 ein Umsatzminus im oberen einstelligen Bereich“, prognostiziert der VDMA-Fachverbandsgeschäftsführer.

Absperr-, Regel und Sicherheitsarmaturen mit unterschiedlichen Vorzeichen
Die einzelnen Produktgruppen entwickelten sich in den ersten beiden Monaten 2020 wie schon im Vorjahr recht unterschiedlich. Während Regel- sowie Sicherheits- und Überwachungsarmaturen um 31 beziehungsweise 16 Prozent zulegten, schrumpfte der Umsatz mit Absperrarmaturen um 10 Prozent. In allen drei Segmenten lief das Auslandsgeschäft schlechter als das Inlandsgeschäft. Bei Absperrarmaturen schrumpfte der Auslandsumsatz sogar um 21 Prozent, so dass insgesamt trotz des Wachstums von 10 Prozent im Inland ein Rückgang verbucht wurde. 

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