Neu: Exporte in die EU beim staatlichen Hermes versichern

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Seit dem 30. März 2020 öffnet die staatliche Hermesdeckung ihre Absicherung für EU-Länder und Märkte wie die USA oder Kanada. Es geht um die Absicherung von Lieferungen auf offene Rechnung zu kurzfristigen Zahlungsbedingungen. Eine entsprechende Ausnahmeregelung, für die sich der VDMA stark gemacht hat, hat die EU-Kommission am 27. März 2020 beschlossen.

Selten war die Politik so schnell: In nur 48 Stunden hat die EU den Weg für mehr Absicherung frei gemacht und Deutschland dies für Hermes umgesetzt.

Von der Flexibilität der Absicherung dürften auch andere Exporte, etwa in die Türkei oder China profitieren. Bislang war viele Unternehmen die private Kreditversicherungen starke Partner, die aber aktuell ihre Risikopositionen zurückfahren. Staatliche ECA´s konnten bislang nicht einspringen. Mit der EU-Regelung „Marktfähige Risiken“ war untersagt, dass staatliche Kreditversicherer in diesen Wettbewerb eintreten.

https://www.agaportal.de/news/beitraege/info-eu-kommission

Am schnellsten profitieren Unternehmen, die bereits eine sogenannte Ausfuhrpauschalgewährleistung haben. In der Praxis will die staatliche Exportkreditversicherung die zur Absicherung beantragten Geschäfte (bzw. die Besteller) „einzeln prüfen und bei ausreichender Bonität des ausländischen Kunden in den APG Vertrag einbeziehen“. Wer bisher eine private Kreditversicherung nutzt, sollte aber auch schnell mit den Firmenberatern von Hermes ins Gespräch kommen.

Die Grundlagen zur APG finden sich hier:

https://www.agaportal.de/exportkreditgarantien/grundlagen/apg

Auch zu diesem Thema bleibt der VDMA dran und freut sich auf Feedback.