Corona-Hilfen: Unterstützung für Unternehmen in Baden-Württemberg

Shutterstock

Einen Überblick der Maßnahmen zur Stützung der Unternehmen auf Landesebene sowie die dazugehörenden Kontaktmöglichkeiten und Webadressen haben wir zu Ihrer Information und Übersicht im folgenden zusammengestellt. Wir hoffen, Sie damit in Ihrer Arbeit zu unterstützen. Bei Rückfragen bzw. allgemeinen Fragen und Anliegen in dieser schwierigen Zeit stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat einschneidende Auswirkungen auf unser tägliches Leben und auf unser ganzes Land. Das gilt auch für unsere Wirtschaft. Um Arbeitsplätze zu schützen und die Unternehmen zu unterstützen, sind Bund und Länder gemeinsam gefordert. Dabei stehen die Themen Soforthilfe, Eigenkapital, Bürgschaftsprogramme, Steuern und Kurzarbeit im Mittelpunkt der Hilfen.

Einen Überblick der Maßnahmen zur Stützung der Unternehmen auf Landesebene sowie die dazugehörenden Kontaktmöglichkeiten und Webadressen haben wir zu Ihrer Information und Übersicht im folgenden zusammengestellt. Auch anbei finden Sie eine Übersicht zu den aktuellen Maßnahmen im Bereich Kurzarbeit.

Soforthilfen auf Landesebene in Baden-Württemberg:

  • Branchenoffener Fonds (Volumen 5 Mrd. Euro) für Selbständige und mittelständische Unternehmen bis 50 Mitarbeiter. Bei Betrieben ab 11 Mitarbeitern sollen Mittel in Höhe bis zu 30.000 Euro fließen.  Diese Finanzhilfen müssen nicht zurückbezahlt werden.
  • Antragsformulare sind ab dem Abend des 25.3.2020 beim Wirtschaftsministerium abrufbar unter: wm.baden-wuerttemberg.de/de/informationen-zu-den-auswirkungen-des-coronavirus. Hier finden sich auch weitere Möglichkeiten der Kriseninterventionen als Überblick.
  • Im zweiten Schritt erfolgt die Einreichung der Anträge per Upload auf der zentralen Seite der Kammern unter www.bw-soforthilfe.de. Die zuständige Kammer bearbeitet dann weiter.
  • Der Zuschuss wird von der L-Bank dann unmittelbar angewiesen.

Stärkung von Eigenkapital:

  • Bei der L-Bank wurde für KMU ein Beteiligungsfonds eingerichtet, der mit einer Milliarde Euro ausgestattet ist. Damit soll das Eigenkapital von an sich gesunden, aber in Not geratenen, systemrelevanten Unternehmen gestärkt werden.

Bürgschaftsprogramme:

  • Bürgschaftsrahmen für Landesbürgschaften wird von 200 Millionen auf 1 Milliarde Euro verfünffacht.
  • Erhöhung der möglichen Bürgschaften bei Betriebsmitteln von 50 auf 80 Prozent. Ansprechpartner für dieses Instrument sind die Hausbanken.

Wichtige Hotlines auf Bundes- und Landesebene

  • Hotline Landesgesundheitsamt: 0711 904 39555
  • Hotline Bundesgesundheitsministeirum: 030 346 465100
  • Hotline Bundeswirtschaftsministerium: 030 186 151515
  • Hotline Bundesagentur für Arbeit: 0800 4 555520
  • Wirtschaftsförderung der L-Bank Baden-Württemberg: 0711 122 2345
  • KfW-Bank: 0800 539 9001

Erleichterungen beim Thema Kurzarbeitergeld

  • Mindestens 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes müssen von Arbeitsausfall betroffen sein (statt bisher 1/3).
  • Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit für die Ausfallzeit zu 100 Prozent von der BA erstattet.
  • Kurzarbeitergeld können auch Zeitarbeiter erhalten.
  • In Betrieben, in denen Regelungen zur Führung von Arbeitskonten bestehen, wird auf den Aufbau von Minusstunden verzichtet.