VDMA: Wirtschaftspolitische Forderungen im Kontext der Corona-Krise

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Der VDMA setzt sich nachdrücklich bei der Politik dafür ein, den temporären und heftigen Schock für die Maschinenbau-Industrie bestmöglich abzufedern.

Die Unternehmen benötigen akut genügend Liquidität, um die direkten und indirekten Folgen der Pandemie bewältigen und die Zeit bis zum Wiederanspringen der Nachfrage überbrücken zu können. Um die Versorgungslage der Bevölkerung in der Corona-Krise sicherzustellen und den volkswirtschaftlichen Schaden möglichst gering zu halten, müssen die wirtschaftlichen Aktivitäten soweit wie möglich – und gesundheitspolitisch verantwortlich – aufrechterhalten werden. Zudem gilt es das erwartbare Wiederanspringen der Nachfrage dann optimal zu flankieren und so zu beschleunigen. Es braucht jetzt den Blick auf das Aktuelle, ohne den Blick nach vorne zu vergessen. Mit Nachdruck adressiert der VDMA ein Bündel von Forderungen an die Politik:

  • Sofort: Liquidität der Unternehmen sichern
    Es geht darum die Liquidität der Unternehmen zu sichern, beispielsweise durch eine Senkung der Personalkosten via Kurzarbeit. Der VDMA begrüßt zudem Liquiditätshilfen- und sicherungsmaßnahmen von EU, dem Bund und den Ländern sowie die Sonderprogramme der KfW. Der VDMA fordert zusätzlich die Option für Unternehmen, Steuern und Abgaben stunden zu können.
     
  • Sofort: Warenverkehr, wirtschaftliches Geschehen und Produktion weiter ermöglichen
    Der VDMA setzt sich dafür ein, die EU-Grenzen für Warenverkehr, Berufspendler und Servicemitarbeiter offen zu halten. Nur so können Logistikketten funktionieren und nur so können Maschinen und Anlagen ausgeliefert und in Betrieb gehalten werden.
     
  • Sofort: Industrie-Shutdown verhindern
    Es gilt einen Shutdown der Industrie zu verhindern! Unter bestmöglicher Berücksichtigung der Hygiene und Einhaltung der behördlichen Anordnungen müssen Lieferketten in Deutschland aufrecht erhalten bleiben. Dies gilt insbesondere für Lebensmittel (und Maschinen für deren Verarbeitung!) sowie medizinischen Bedarf und die Aufrechterhaltung der Infrastruktur.
     
  • Jetzt vorbereiten: Wiederanspringen flankieren
    Der VDMA fordert von der Politik trotz aller Maßnahmen für die tagesaktuelle Lage den Blick nach vorne nicht zu vergessen. Es gilt ein Wiederanspringen der Industrie und Wirtschaft durch politische Maßnahmen zu flankieren. Dazu zählen u.a. eine Steuerreform und auch die Einführung einer unbefristeten 25-prozentigen degressiven Abschreibung auf Anlageinvestitionen. Zudem fordert der VDMA einen sinnvollen Bürokratieabbau und eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sowie ein Moratorium von neuen Gesetzen und Auflagen bzw. deren Verschärfung.