„China sollte auf marktwirtschaftliche Reformen setzen“

VDMA

China ist für den Maschinenbau ein sehr wichtiger Handelspartner. Im Interview mit dem Logistik Journal erläutert VDMA-Präsident Carl Martin Welcker, warum die Politik auf echte marktwirtschaftliche Reformen in China drängen muss

Für die Maschinenbauer in Deutschland ist China der zweitgrößte Exportmarkt. Umgekehrt sind die Chinesen inzwischen der größte Maschinenexporteur nach Deutschland. „Deshalb sind wir grundsätzlich für einen Ausbau der Handelsbeziehungen auf marktwirtschaftlicher Basis“, betont der VDMA-Präsident im Interview. Das heißt aber, die europäische Politik muss mit China ein „Level Playing Field“ für Unternehmen verhandeln, um dort die gleichen Spielregeln für Übernahmen und Beteiligungen wie in Europa zu schaffen. „Darüber hinaus fordern wir, dass bei chinesischen Investitionen strenger hingeschaut wird, ob dabei marktverzerrende staatliche Subventionen im Spiel sind“, sagt Welcker. „Denn aufgrund solcher Staatssubventionen herrscht sowohl bei Beteiligungen und Übernahmen als auch auf den Produktmärkten kein fairer Wettbewerb.“

Ganz klar spricht Welcker sich gegen eine „wie-du-mir-so-ich-dir“-Strategie aus; die Maschinenbauer fordern keine neuen Schutzmauern. „Wir wollen keinen Subventionswettlauf, sondern marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen, die freie Unternehmensentscheidungen ermöglichen und begünstigen“, betont der VDMA-Präsident. Chinesische Investoren seien grundsätzlich auch weiterhin in Deutschland willkommen. „Chinesische Eigentümer haben sich im Maschinenbau als sehr verlässliche Partner erwiesen. Es sind die versteckten staatlichen Subventionen für chinesische Unternehmen und die Behinderungen im Markt, die uns nicht gefallen und das haben wir nun klar angesprochen“, sagt der VDMA-Präsident. (Das gesamte Interview lesen Sie hier.)