Verlängerung der Kurzarbeit rasch umsetzen!

Shutterstock

Die Entscheidung zur Verlängerung des Kurzarbeitergelds ist richtig. Eine Verknüpfung mit Qualifizierungsmaßnahmen macht aber nur für Betriebe Sinn, die unter Strukturwandel leiden.

Zur Entscheidung der Großen Koalition, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von 12 auf 24 Monate zu verlängern, erklärt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker:

„Der Maschinenbau in Deutschland ist von mehreren Seiten unter Druck geraten. Protektionismus und Handelskriege machen ihm ebenso zu schaffen wie der Strukturwandel in der Autoindustrie, der eine spürbare Investitionszurückhaltung zur Folge hat. Die Entscheidung der Bundesregierung zur Verlängerung des Kurzarbeitergelds von 12 auf 24 Monate ist im Grundsatz richtig und muss jetzt schnell und beherzt umgesetzt werden, damit der Verlust an Arbeitsplätzen möglichst gering bleibt. Allerdings macht eine Verknüpfung mit Qualifizierungsmaßnahmen nur dort Sinn, wo Betriebe unter einem Strukturwandel leiden – nicht aber dort, wo Handelskriege die Geschäfte erschweren.

"Die Entscheidung der Bundesregierung zur Verlängerung des Kurzarbeitergelds von 12 auf 24 Monate ist im Grundsatz richtig und muss jetzt schnell und beherzt umgesetzt werden, damit der Verlust an Arbeitsplätzen möglichst gering bleibt."

Für den technologischen Wandel im Fahrzeugbau ist der Maschinenbau gut aufgestellt. Der VDMA sieht deshalb kritisch, dass die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes sowie die hälftige Übernahme der Sozialabgaben an die Bedingung geknüpft wird, die betroffenen Beschäftigten weiterzubilden. Denn die geforderten Weiterbildungsmaßnahmen werden gerade Unternehmen, die sich per se in einer schwierigen Lage befinden, über Gebühr belasten.“

Downloads