CO2-Fußabdruck: Carbon Footprint und Product Carbon Footprint

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Was versteht man unter dem CO2 Fußabdruck? Der CO2-Fußabdruck gibt die Menge an Treibhausgasen an, die durch eine Aktivität, einen Prozess oder eine Handlung freigesetzt wird. Aber auch Produkte haben einen CO2-Fußabdruck.

Was versteht man unter dem CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint)?
Der CO2-Fußabdruck gibt die Menge an Treibhausgasen an, die durch eine Aktivität, einen Prozess oder eine Handlung freigesetzt wird. Man gibt den CO2-Fußabdruck in CO2-Äquivalenten an, da neben dem Kohlendioxid (CO2) auch fünf andere, im Kyoto Protokoll genannte Treibhausgase, wie Methan (CH4), Lachgas (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), Perflourcarbone (PCFs) und Stickstofftrifluorid (NF3), berücksichtig werden.

Der Product Carbon Footprint
Auch Produkte haben einen CO2-Fußabdruck. Nach der Definition des Umweltbundesamtes (UBA) bezeichnet der Product Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck von Produkten - PCF) die Bilanz der Treibhausgasemissionen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts in einer definierten Anwendung und bezogen auf eine definierte Nutzeinheit. 

Daneben lassen sich mit Hilfe des PCFs auch Optimierungspotentiale über den gesamten Lebensweg des Produkts aufzeigen.

Der Produkt CO2-Fußabdruck lässt sich für folgende Teilschritte ermitteln:

  • Cradle to gate: Nutzungsphase von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung des verpackten Produkts 
  • Cradle to grave: Nutzungsphase von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum Recycling und Wiederverwendung der Verpackung

 

Bei Cradle to grave umfasst der Produktlebenszyklus die gesamte Wertschöpfungskette:

  • den Herstellungsprozess der Verpackung inklusive der Gewinnung, Aufbereitung und des Transportes der Vorprodukte
  • den Logistikprozess samt Lagerung und Transport der Verpackung
  • die Verarbeitung im Lebensmittel- bzw. Verpackungsbetrieb
  • den Transport und die Lagerung im Handel
  • die Nutzung durch den Konsumenten einschließlich der Entsorgung und des Recyclings

Beispiele für die produktbezogene Betrachtung
Die Berechnung des CO2-Fußabdrucks ist zunächst nicht vergleichbar. Das Bewerten von Verpackungsalternativen kann also nur bezogen auf ein bestimmtes Produkt mit definierten Verwendungsbedingungen erfolgen. Das gilt auch für Kunststoffverpackungen, die in unterschiedlichen Anwendungen genutzt werden. Beispiele für Vergleiche:

  • Tiefkühlprodukte in Kunststoffverpackung im Vergleich zu Tiefkühlprodukten in einer Kartonverpackung
  • Kunststoffbecher für Milchprodukte im Vergleich zu Glasbehältern für Milchprodukte in Einweg- oder Mehrwegausführung

 

 

 

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