„Fachkräfte werben heißt Hürden senken!“

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Das Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften ist ein wichtiger Baustein, um das Fachkräfteproblem künftig zu entschärfen. Erstmals werden nun sämtliche involvierten Behörden und Ministerien eingebunden.

Zum Fachkräfte-Einwanderungsgesetz, das am 1. März 2020 in Kraft treten soll, sagt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker:


„Das Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften ist ein wichtiger Baustein, um das Fachkräfteproblem künftig zu entschärfen. Erstmals werden nun sämtliche involvierten Behörden und Ministerien bis hinunter auf Landes- und Kommunalebene eingebunden. Allerdings hängt der Erfolg des Gesetzes von seiner reibungslosen Umsetzung für die Bewerber ab. Den Wettbewerb um die besten Köpfe auf der Welt gewinnen wir nicht mit Formularen, sondern mit passgenauen Angeboten. Die Verfahren müssen effizient gestaltet sein und die Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Behörden reibungslos ineinandergreifen. Wer bei uns lange Wartezeiten und Hürden vorfindet, wird sich in der vernetzten Welt schnell woanders hin orientieren.

"Den Wettbewerb um die besten Köpfe auf der Welt gewinnen wir nicht mit Formularen, sondern mit passgenauen Angeboten."

Entscheidend wird auch sein, dass die Bundesländer die im Gesetz vorgesehenen zentralen Ausländerbehörden einrichten. Bisher gibt es hier einen Flickenteppich der Entscheidungen. Dies ist für Unternehmen und potenzielle Mitarbeiter ein großes Problem. Der Fachkräftemangel ist eines der größten Wachstumshemmnisse für die mittelständische Industrie. Die Regierung muss deshalb zurecht dafür sorgen, dass das Gesetz schnell wirksam wird, etwa mit beschleunigten Visaverfahren.  

Auch der VDMA setzt sich seit jeher dafür ein, die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Maschinenbau auf breiter Front voranzubringen – zum Beispiel mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau zur Stärkung der Berufsschulen und Ausbildung in unseren Unternehmen oder mit dem Maschinenhaus-Projekt zur Reduzierung des Studienabbruchs.“