Transparenz im Dickicht technischer Handelshemmnisse

Shutterstock

Der VDMA kämpft seit langem für die Herstellerselbsterklärung bei der Vermarktung der Produkte des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus. In Zukunft soll dieser Standpunkt noch intensiver in Ländern außerhalb der europäischen Wirtschaftsunion vertreten werden.

Der europäische Binnenmarkt ist ein sicherer Hafen im Vergleich zu den stürmischen Diskussionen rund um die sachgerechte Anwendung technischer Regelwerke in den außereuropäischen Regionen. Der Lenkungskreis Technikpolitik der Abteilung Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit des VDMA hat deshalb einen richtungsweisenden Beschluss gefasst. Die bisherigen, mit zahlreichen Erfolgen belohnten Aktivitäten für einen transparenten Anforderungskatalog an die Maschinensicherheit im außereuropäischen Ausland sollen weitergeführt werden. Damit ist die Fortsetzung der bisherigen Anstrengungen gesichert, für ein faires Verfahren und einen für alle Marktteilnehmer verbindlich gleichen Prozess auf den Weltmärkten einzutreten.

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass der VDMA auf Anfrage aus Nicht-EWR-Staaten zur Unterstützung bei der Entwicklung von technischen Regularien tätig werden soll. Vorrangiges Ziel bei dieser Beratungstätigkeit muss sein, dass lokale Konformitätsbewertungsverfahren weitestgehend auf die bereits vorhandenen Prozesse und Unterlagen nach EU-Recht abgestimmt werden. Damit soll eine Bereitstellung auf dem jeweiligen Zielmarkt beschleunigt werden und eine möglichst umfassende Rechtssicherheit geschaffen werden.

Aktuell berät der VDMA mit seiner Expertise Projekte zur Entwicklung und Annäherung von gesetzlichen Vorgaben in den Ländern Brasilien, China, Eurasische Wirtschaftsunion, Indien und Mexiko. Voraussichtlich wird im Jahr 2020 Indonesien in den Arbeitsplan mit aufgenommen. Bei Interesse an einer Mitarbeit oder für Auskünfte zu den bestehenden und geplanten Projekten steht Herr Hermann Wegner (E-Mail: Hermann.Wegner@vdma.org, Telefon: 069 6603 1899) gerne zur Verfügung.