Steuerliche Forschungsförderung: wichtige Wegmarke deutscher Innovationspolitik

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Die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung markiert eine wichtige Wegmarke deutscher Innovationspolitik.

„Scheinbar unendliches politisches Diskutieren und Lavieren findet endlich sein verdientes Ende“, betont Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, anlässlich der erwarteten Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzentwurfs im Deutschen Bundestag. Gutes könne perspektivisch aber immer noch besser werden. „Die veranschlagte Fördersumme reicht im internationalen Innovationswettbewerb nicht aus.“ Schon bei Midrange Companies, also Unternehmen mit 250 bis etwa 3.000 Mitarbeitern, werde ein Großteil der FuE‐Aktivitäten nicht gefördert.
 

„Jetzt muss auch eine praxistaugliche und bürokratiearme Umsetzung gelingen.“

Instrument muss Praxis-Check bestehen
„Jetzt muss auch eine praxistaugliche und bürokratiearme Umsetzung gelingen“, unterstreicht Dr. Ralph Wiechers, Steuerabteilungsleiter des VDMA. „Dazu gehören zwingend ein geringer administrativer Aufwand, eine hohe Rechtssicherheit und eine Definition von Forschung und Entwicklung, die der Praxis auch im Maschinen- und Anlagenbau entspricht.“ Nur wenn dieses Instrument den industriellen Mittelstand bestmöglich erreiche, könnten zusätzliches Wachstum und Beschäftigung zu erzielen sein. „Vor diesem Hintergrund werden wir die Implementierung, die jetzt auf dem Fuße folgen muss, konstruktiv begleiten und kontinuierlich einem ‚Praxis-Check‘ unterziehen“, kündigte Wiechers an. „Das Instrument muss in den Unternehmen ankommen und handhabbar sein.“