„Handelsabkommen helfen dem Klima und der Umwelt“

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Dialog ist besser als Isolation: In Brüssel wirbt der VDMA für internationale Zusammenarbeit in der Handels- und Klimapolitik.

Von internationaler Zusammenarbeit in Europa und der Welt profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft. Für diese These warb VDMA-Vizepräsident Karl Haeusgen nun bei einer Podiumsdiskussion in Brüssel vor Vertretern von Parlament und Kommission. „Die EU auf der Weltbühne“ war Thema der vom europäischen Dachverband Orgalim organisierten Veranstaltung der Reihe European Forum of Manufacturing. Neben Handelsbeziehungen standen auch die weltweiten Bemühungen um den Klimaschutz im Vordergrund.

In Sachen Klimaschutz sprach sich Haeusgen für mutige Ansätze der Politik aus. „Freiwillige Ansätze sind gut, reichen aber nicht aus. Wir brauchen einen klaren politischen Rahmen“, sagte der VDMA-Vizepräsident. Aus Sicht der Industrie muss das aber mit Transparenz und langfristiger Planungssicherheit einhergehen, damit Unternehmen auch wirklich in umweltschonende Technologien investieren können. Deswegen setzt sich der VDMA für ein marktbasiertes System ein anstelle von einer Vielzahl an Detailregelungen.

"Freiwillige Ansätze reichen nicht aus. Wir brauchen einen klaren politischen Rahmen"

Allerdings erfordern Herausforderungen einer globalisierten Welt auch globalen Ansätzen, nicht nur im Klimaschutz, sondern auch in der Handelspolitik. Hier sprach sich Haeusgen dafür aus, mit Drittstaaten im Dialog zu bleiben, selbst in Zeiten politischer Meinungsverschiedenheiten. Als Beispiel nannte er das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten, zu denen auch Brasilien zählt. „Handelsabkommen können nicht alle Probleme dieser Welt lösen“, sagte Haeusgen. Das Abkommen würde aber eher dazu beitragen, Einfluss auf die Politik in Brasilien zu nehmen, auch mit Blick auf die dortige Klimapolitik. Deswegen sagte Haeusgen: „Wenn wir keine Handelsabkommen mehr abschließen, schadet das am Ende eher dem Klima und der Umwelt.“