Trotz zurückgegangenem Gesamtumsatz sind Maschinenbauer optimistisch

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VDMA Photovoltaik Produktionsmittel: Gesamtumsatz liegt 13 Prozent niedriger als im Vorquartal. Exportquote liegt erneut bei über 96 Prozent. Wertschöpfungskette: Komponenten legen deutlich zu

Heutzutage ist Solarenergie eine der günstigsten Formen, Energie zu erzeugen. Der Markt entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Photovoltaik ist hart umkämpft. Trotz eines im Vergleich zum Vorquartal schwächelnden Gesamtumsatzes im zweiten Quartal 2019 (minus 13 Prozent), sind die deutschen Maschinenbauer optimistisch. Denn die Umsatzerwartungen für das dritte Quartal 2019 liegen um 24 Prozent höher als der im zweiten Quartal verbuchte Umsatz.

US-Markt gewinnt an Bedeutung
Die Exportquote liegt wie erwartet bei hohen 96 Prozent, jedoch hat sich die Exportverteilung verschoben. Die Dominanz Chinas ist mit einem Anteil von 67 Prozent noch immer gegeben, jedoch hat sich der Anteil im Vergleich zum Vorquartal um 12 Prozentpunkte, zum Vorjahresquartal sogar um 23 Prozentpunkte reduziert. Der amerikanische Markt im Exportgeschäft ist mit einer gestiegenen Exportquote von 5 Prozent auf 15 Prozent deutlich stärker aufgestellt. Auch der Inlandsumsatz nahm im zweiten Quartal um 3 Prozentpunkte zwar etwas zu, erreicht jedoch insgesamt nur 4 Prozent, während der Umsatz in Europa bei 14 Prozent liegt.

VDMA-Studie zeigt: Europäische Zell- und Modulproduktion rechnet sich
„Zwar stiegen die Inlandsumsätze im zweiten Quartal 2019 etwas an, jedoch ist der deutsche bzw. europäische Markt für Photovoltaik Produktionsmittel im Vergleich zum Endmarkt der Photovoltaik Module schwach. Betrachtet man den notwendigen Photovoltaikzubau in den nächsten Jahren könnte sich das ändern. Der Kostenvergleich der VDMA Studie des Fraunhofer ISE zeigt, dass sich eine europäische Zell- und Modulproduktion rechnet. Dies unterstützt wiederum die deutschen Maschinenbauer“, sagt Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Der Anteil von Anlagen bei der Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Photovoltaik Produktionsmittel reduzierte sich im zweiten Quartal 2019 um 24 Prozentpunkte. Maschinen hingegen zeigten einen nahezu konstanten Anteil von 29 Prozent, und Komponenten legten mit einem Anteil von 40 Prozent deutlich zu (plus 21 Prozentpunkte).

Das umsatzstärkste Segment war auch im zweiten Quartal 2019 wieder die Dünnschicht-Photovoltaik mit 65 Prozent, welches im Vergleich zum Vorquartal zunahm. Der Umsatz von Produktionsmitteln für Zellen reduzierte sich im Vergleich zum Vorquartal um 10 Prozentpunkte und erreichte somit wieder das Niveau des Vorjahresquartal. Die Umsätze für Wafer und Module nahmen zwar etwas zu, lagen jedoch bei lediglich 5 Prozent bzw. 2 Prozent.
Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel sagte zur aktuellen Situation: „Für die zweite Jahreshälfte wird ein Zuwachs im Auftragseingang im Bereich der Herstellung von kristallinen Siliziumzellen und Dünnschichtmodulen erwartet.“
Das Book-to-Bill Verhältnis beträgt seit dem Vorjahresquartal erstmals wieder 1,0 und deutet auf eine positive Entwicklung für das kommende Quartal hin. Die Auftragsreichweite liegt bei hohen 8,5 Monaten.

Für zusätzliche Informationen besuchen Sie die Website https://pv.vdma.org/.
Das Abstrakt der genannten VDMA Studie finden Sie unter https://pv.vdma.org/viewer/-/v2article/render/39286041


Haben Sie noch Fragen? Dr. Susanne Herritsch, VDMA Photovoltaik Produktionsmittel,
Telefon 069 6603 1979, susanne.herritsch@vdma.org, beantwortet sie gerne.

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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