VDMA 24388:2019-10

VDMA

Strahltechnik - Brand- und Explosionsschutz

Der im Strahlprozess entstehende Strahlstaub kann in Abhängigkeit des

  • Werkstoffes des zu strahlenden Werkstücks
  • verwendeten Strahlmittels

brennbar sein. Aufgewirbelter brennbarer Strahlstaub erzeugt eine explosionsfähige Staubatmosphäre. Mit entsprechender Explosionsgefahr ist insbesondere in filternden Abscheidern zu rechnen.

Für die in diesem VDMA-Einheitsblatt betrachteten Strahlprozesse besteht für das Strahlen von Leichtmetallbauteilen und/oder das Strahlen mit Leichtmetallstrahlmitteln das größte Explosionsrisiko. Dies zeigen schwere Staubexplosionen in solchen Anlagen in der Vergangenheit.

Für das Strahlen von Stahlwerkstücken mit Stahlstrahlmitteln besteht ein deutlich geringeres Explosionsrisiko als beim Strahlen von/mit Leichtmetall. Es sind nur wenige Explosionsereignisse bekannt, von denen keines eine Auswirkung auf den Aufstellungsbereich hatte. Gelegentlich kam es zu Bränden.

Das überwiegend schwache Explosionsverhalten von Stahlstrahlstäuben ist durch die Untersuchungsergebnisse der Explosionskenngrößen hunderter Stahlstrahlstäube belegt (GESTIS-STAUB-EX-Datenbank, www.dguv.de/ifa/de/gestis/expl/index.jsp).

VDMA 24388 dient zur Bewertung der Brand- und Explosionsgefahren der beim Strahlvorgang entstehenden Stäube. Vorbeugende, konstruktive und organisatorische Maßnahmen werden aufgezeigt.

VDMA-Mitglieder können VDMA 24388:2019-10 (deutsche und englische Sprachfassung) in der Datenbank VDMA-Einheitsblätter kostenfrei herunterladen.