VDMA: „Heil betreibt unverhohlene Klientelpolitik“

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Die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Gewerkschaftsbeiträge zu subventionieren, sind aus Sicht von VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers "steuersystematisch absurd".

Wiechers Erklärung im Wortlaut: „Der Vorschlag von Arbeitsminister Heil, die Mitgliedsbeiträge von Arbeitnehmern in den Gewerkschaften künftig als Sonderausgaben und nicht mehr als Werbungskosten zu behandeln, ist steuersystematisch absurd. Sonderausgaben sind privat veranlasste Ausgaben, die ausdrücklich nicht mit einer beruflichen Tätigkeit zusammenhängen. Abgesehen davon trägt der Minister durch seine unverhohlene Klientelpolitik dazu bei, die Gewerkschaften zu schwächen. Jüngstes Beispiel ist sein Vorstoß, Ansprüche von Arbeitnehmern auf Homeoffice und berufliche Auszeiten gesetzlich zu verankern. Wenn die Politik die Rolle der Gewerkschaften übernimmt, braucht man keine Gewerkschaften mehr.“