Chancen einer steuerlichen Forschungsförderung nicht vertun!

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„Bei der steuerlichen Forschungsförderung hoffen wir aufs ‚Strucksche Gesetz‘ – kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es eingebracht wird“, betont Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, anlässlich der heutigen Anhörung des Bundestagsfinanzausschusses zur steuerlichen Forschungsförderung.

„Erfreulich ist zwar, dass wir uns hier nach quälend langer Diskussion auf der parlamentarischen Zielgeraden befinden und tragende Säulen des Gesetzentwurfs auch in die richtige Richtung weisen.“ Aber die Freude sei keinesfalls ungetrübt. So reiche die Fördersumme im internationalen Innovationswettbewerb bei weitem nicht aus. „Schon bei Midrange Companies, also größere Mittelständler, werden durch die vorgesehene Deckelung wesentliche FuE-Anteile nicht mehr gefördert.“ Dabei benachteilige bereits das bestehende System der Forschungsförderung gerade diese Unternehmen, die im Maschinenbau Rückgrat sind für Beschäftigung und Wertschöpfung, massiv.

 

„Dem Innovationsstandort wird ein Bärendienst erwiesen, wenn Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen außen vor bleiben.“

Zu den Kritikpunkten in der VDMA-Stellungnahme zur Anhörung gehört auch die geplante Regelung bei der Auftragsforschung. „Dem Innovationsstandort wird ein Bärendienst erwiesen, wenn Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen außen vor bleiben“, bemängelt Rauen. „Dies geschähe dann im Übrigen sehenden Auges – eine auch nur annähernd überzeugende Begründung für diese Regelung wurde seitens der Bundesregierung bis dato nicht gegeben.“ Noch sei es für Nachbesserungen nicht zu spät. „Die riesigen Chancen einer steuerlichen Forschungsförderung dürfen auf den letzten Metern nicht vertan werden!“