"Den Markt über einen CO2-Preis steuern"

VDMA

Der Maschinenbau will im Klimaschutz vorangehen. VDMA-Präsident Carl Martin Welcker fordert im „SZ“-Interview eine marktwirtschaftliche Reform der gesamten Energiebepreisung – und eine ehrliche Debatte über die Folgen.

Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Mit dem aktuellen Sammelsurium an Abgaben, Steuern und Umlagen auf Energieträger werden die klimapolitischen Herausforderungen aber nicht bewältigt. VDMA-Präsident Carl Martin Welcker plädiert daher im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ für eine CO2-Bepreisung auf alle Energieträger innerhalb eines marktwirtschaftlichen Systems. „Mittel- bis langfristig muss der Markt über den CO2-Preis gesteuert werden. Und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit“, betont der VDMA-Präsident.

Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif.

Diese Reform muss aber begleitet werden von einem Umbau des gesamten Systems – aufkommensneutral, also ohne Mehreinnahmen für den Staat. Und es braucht mehr Ehrlichkeit in der klimapolitischen Debatte: „Auf unsere Gesellschaft kommen Wohlstandsverluste zu, aber entweder nehmen wir diese heute in Kauf oder unsere Kinder haben keine Zukunft mehr“, sagt Welcker. Der Maschinenbau ist für diesen Wandel prädestiniert, weil der Klimaschutz nur mit modernen Technologien und Maschinen gelingen kann. „Deutschland kann hier die Vorreiterrolle spielen. Wer, wenn nicht der Maschinenbau, bietet denn sonst die Lösung des Problems?“, zeigt sich der VDMA-Präsident sicher. Und bemängelt zugleich, dass die klimapolitische Debatte von vielen Kombattanten mit viel zu wenig Fachwissen geführt wird. „Klimapolitik ist eine der gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre, das kann ich nicht irgendwelchen Stäben und Beratern überlassen“, warnt er. (Das gesamte Interview mit der Süddeutschen Zeitung finden Sie im Anhang.)

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