Ausbildungslücke wird zur Wachstumsbremse

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+++ Ausbildungsjahr 2019 startet mit 34.000 unbesetzten Stellen im Maschinenbau +++ VDMA-Mitglieder engagieren sich besonders stark für den Nachwuchs +++

Frankfurt, 31. Juli 2019 – Mehr als 240.000 Ausbildungsstellen sind laut Bundesagentur für Arbeit zum Start des Ausbildungsjahres 2019 unbesetzt – das ist der höchste Wert in den vergangenen zehn Jahren. Im Maschinenbau sind aktuell 34.000 Ausbildungsstellen in den technischen Berufen nicht besetzt, dem stehen 21.000 unvermittelte Bewerber gegenüber – eine rechnerische Lücke von 13.000. „Setzt sich dieser Trend fort, wird sich der Fachkräftemangel zu einem Strukturproblem und zu einer dauerhaften Wachstumsbremse entwickeln, ganz unabhängig von konjunkturellen Schwankungen, wie wir sie aktuell beobachten“, warnt Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA. Gründe für diese Entwicklung seien die rückläufigen Zahlen der Schulabgänger und der gleichzeitige Trend zum Studium, erläutert er.
 
Überdurchschnittliche Ausbildungsquote im Maschinenbau
Am mangelnden Willen der Unternehmen liege es nicht, betont Friedrich. Der Maschinen- und Anlagenbau bilde überdurchschnittlich viele junge Menschen aus. Mit 6,1 Prozent liegt die Ausbildungsquote im Maschinenbau im 17. Jahr in Folge über der Marke der Gesamtwirtschaft (6 Prozent). Die Quote überschreitet damit auch deutlich den Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes (4,9 Prozent im Dezember 2018). Die verbandseigenen Umfragen zeigen, dass die im VDMA organisierten Unternehmen sich besonders stark für Ausbildung engagieren. Dort erreicht die Ausbildungsquote im Mittel sogar 7 Prozent. Im Vergleich zu anderen Industriezweigen hat der Maschinenbau ebenfalls eine der höchsten Ausbildungsbetriebsquoten. 40,8 Prozent der Maschinenbaubetriebe bildeten im Jahr 2018 aus. In der Gesamtwirtschaft waren dies 32,3 Prozent.
 
Modernisierung der Ausbildungsberufe
Um mehr Auszubildende für eine duale technische Berufsausbildung zu begeistern, unterstützt der VDMA durch vielfältige Aktionen seine Mitgliedsunternehmen dabei, geeigneten Nachwuchs zu gewinnen und die Attraktivität der beruflichen Ausbildung weiter zu steigern. Ein wichtiger Baustein hierzu ist die Modernisierung der Berufsbilder und die Anpassung der Lehrformen und Inhalte der beruflichen Ausbildung an die Digitalisierung. Zusammen mit den Sozialpartnern wurden im letzten Jahr insgesamt elf Ausbildungsordnungen der industriellen Metall- und Elektroberufe aktualisiert und an die neuen Qualifikationsanforderungen von Industrie 4.0 angepasst. „Aktuell arbeiten wir gemeinsam an einer Aktualisierung der IT-Berufe“, sagt Friedrich. Diese werden für den Maschinenbau immer wichtiger. 

Haben Sie noch Fragen? Michael Patrick Zeiner, VDMA Bildung, Telefon 069 66 03 11 60, michael.zeiner@vdma.org, beantwortet sie gerne. 

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Ein Foto von Dr. Jörg Friedrich, Leiter VDMA Bildung, finden Sie hier.

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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