„Mittelständler dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden“

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Wer Geldwäscher erwischen will, darf nicht jeden Mittelständler unter Generalverdacht stellen. Der VDMA fordert die Union deshalb auf, die neuen Vorschläge zum Transparenzregister zu blockieren.

Zum Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, im Transparenzregister die vollständige Veröffentlichung personenbezogener Daten zu erzwingen, erklärt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann: 

„Wir setzen auf den Widerstand der Union bei dieser geplanten Ausweitung des Transparenzregisters. Wer Geldwäscher erwischen will, darf nicht jeden Mittelständler unter Generalverdacht stellen. Schon heute können die Behörden Einblick in jede relevante Unterlage nehmen, wenn es um Einkünfte und Besitzstrukturen von Unternehmen geht. Wenn Olaf Scholz sich mit seinen Vorschlägen durchsetzt, werden sich in erster Linie ausländische Wettbewerber sowie die Boulevardpresse freuen, die einen neuen Pranger erhält. Die Pläne des Finanzministers kommen mit dem Siegel der Transparenz daher, schaden in Wahrheit aber dem Standort Deutschland, der sich ansonsten immer für die familiengeführten Unternehmen rühmt. Für alle Bürger gilt, dass individuelle Daten sensibel zu handhaben sind. Auch für den Unternehmer und seine Angehörigen muss gelten, dass mit ihren Daten verantwortungsvoll umgangen wird.“