Photovoltaik Produktionsmittel weiterhin im Trend

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Umsatz im 1. Quartal 2019 liegt 14 Prozent über den Erwartungen der Maschinenbauer, Vietnam löst Taiwan als zweitgrößten Markt nach China ab, Exportquote erreicht fast 100 Prozent

Frankfurt, 9. Juli 2019 – Solarenergie bleibt rund um den Globus gefragt und daher ist auch der Bedarf an Maschinen zur Herstellung von Photovoltaikgütern unverändert hoch. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Umsatz um 14 Prozent höher als von den Maschinenbauern erwartet, erreichte jedoch nicht das Niveau des Vorjahresquartals (minus 14 Prozent). Die Auftragseingänge, legten im Vergleich zum Vorquartal um 21 Prozent zu. Dies belegt, dass der sogenannte „5-31 Schock“ inzwischen überwunden ist. Am 31. Mai 2018 hatte die chinesische Regierung unerwartet verkündet, Fördermittel für die Photovoltaikstromerzeugung deutlich zu reduzieren.

„Der Auftragseingang im Photovoltaik-Segment ist gut. Die erteilten Aufträge beinhalten zwar Ersatzinvestitionen oder Nachrüstungen, aber auch in neue Anlagen wird wieder stärker investiert“, sagt Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Bei der Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Photovoltaik Produktionsmittel stellen Anlagen erneut den größten Anteil des Umsatzes mit 56 Prozent dar, Komponenten und Maschinen liegen bei 19 bzw. 25 Prozent. Im ersten Quartal 2019 war erneut die Dünnschicht-Photovoltaik mit 62 Prozent das umsatzstärkste Segment, gefolgt von den Produktionsmitteln für Zellen mit 37 Prozent. Für die Segmente Equipment für Module bzw. Wafer liegt der Umsatz jeweils unterhalb von einem Prozent. „Neben dem deutlichen Wachstum der Dünnschicht-Photovoltaik als umsatzstärkstes Segment kommen vor allem die PERC- und die sogenannte Heterojunction-Technologien zur Geltung“, sagt Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Vietnam löst Taiwan als zweitgrößten Markt hinter China ab

Der gesamtasiatische Markt bildet weiterhin mit 80 Prozent aller Umsätze das Kerngeschäft der deutschen Photovoltaik Produktionsmittel-Firmen. Jedoch ist der asiatische Markt deutlich breiter aufgestellt als vor einigen Jahren, wobei Vietnam mit einem Umsatzanteil von 31 Prozent Taiwan als zweitgrößten Markt abgelöst hat. China nimmt mit einem Anteil von 43 Prozent weiterhin die führende Rolle ein.

Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchten die Hersteller von Photovoltaik Produktionsmitteln in Amerika einen Umsatzrückgang von 2,7 Prozent sowie einen Auftragsminus von 19 Prozent, beides bezogen auf das Vorquartal. In Gesamteuropa stieg der Umsatz um 9,2 Prozent und könnte nach der Erwartung der Maschinenbauer um weitere 6,3 Prozent wachsen. Dem gesamteuropäischen Trend stehen gesunkene Inlandsumsätze sowie zurückgegangene Inlandsaufträge entgegen. Die Exportquote von Photovoltaik Equipment liegt bei einem Rekordwert von knapp 99 Prozent und somit um fast 13 Prozentpunkte höher als zu Beginn des letzten Jahres.

 „Den Unternehmen fehlen Umsätze auf dem wichtigen Heimatmarkt. Dem könnte eine Zell- und Modulproduktion in Deutschland Abhilfe schaffen. Laut einer Studie, die vom VDMA in Auftrag gegeben wurde, ist dies unter bestimmten Umständen in Deutschland wirtschaftlich möglich“, sagt Trube.

Für zusätzliche Informationen besuchen Sie die Website https://pv.vdma.org/.

Haben Sie noch Fragen? Dr. Susanne Herritsch, VDMA Photovoltaik Produktionsmittel,Telefon 069 6603 1979, susanne.herritsch@vdma.org, beantwortet sie
gerne.

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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