CO2-Bepreisung muss sowohl Verbraucher als auch Industrie mitnehmen

Eine künftige Treibhausgas-Bepreisung darf nicht nur an den Verbrauchern ausgerichtet werden. Der Ideenwettbewerb für ein emissionsorientiertes System muss bis Herbst abgeschlossen werden.

Zu den Studien des Bundesumweltministeriums, wie eine Treibhausgas-Bepreisung sozialverträglich gestaltet werden kann, erklärt Naemi Denz, klima- und energiepolitische Sprecherin des VDMA:

„Der Maschinen- und Anlagenbau steht voll zum Klimaschutz und dem Vertrag von Paris. Wir sehen die ökonomische Lenkungswirkung einer Treibhausgas-Bepreisung als einen wichtigen und technologieneutralen Baustein der dringend notwendigen Neuausrichtung der Klimapolitik. Der Wettbewerb der Ideen muss aber im Herbst abgeschlossen werden, die Industrie braucht und erwartet konkrete Entscheidungen als Impuls für Investitionen.

Konkret bedeutet das: Die bisher völlig getrennt entwickelte Belastung der Energieträger muss nun in ein emissionsorientiertes System überführt werden, das einen wesentlichen Teil der Kosten des Umbaus und das Zusammenwachsen der Energiesysteme ermöglicht und finanziert. Die vom Bundesumweltministerium vorgestellte CO2-Bepreisung weist in die richtige Richtung. Das reicht aber nicht aus! Die Ministerin will Verbrauchern etwas Gutes tun, beachtet dabei aber zu wenig die Industrie. Geheizt wird ja beispielsweise nicht nur in privaten Wohngebäuden, sondern auch in Gewerbeimmobilien.“ 

 

Downloads