„EU und Mercosur setzen starkes Zeichen gegen Protektionismus.“

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Nach 20 Jahren Verhandlungen einigen sich die EU und die Mercosur-Staaten auf ein Freihandelsabkommen. Das Potenzial für den Maschinenbau in diesen Ländern Südamerikas ist groß.

Zur Einigung der EU und den Mercosur-Staaten auf ein Freihandelsabkommen und zur Annäherung der USA und China im Handelsstreit sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann:

„Die politische Einigung zwischen der EU und dem Staatenbund Mercosur über ein umfassendes Freihandelsabkommen ist ein deutliches Zeichen für den freien Handel in Zeiten des zunehmenden Protektionismus. Auch wenn die Details noch nicht bekannt sind: Angesichts der Hiobsbotschaften für den Freihandel in den vergangenen Monaten ist dies nach 20 Jahren mühsamer Verhandlungen nicht nur ein Symbol, sondern hat das Potenzial, einen großen und interessanten Wirtschaftsraum für die europäischen Maschinenbauunternehmen endlich zu öffnen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Annäherung zwischen den USA und China auf dem G 20-Gipfel in Osaka nicht nur ein weiteres Strohfeuer ist. Die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt müssen endlich Lösungen ohne Strafzölle und andere protektionistische Maßnahmen in ihrem Handelsstreit finden.“  

„Die politische Einigung zwischen der EU und dem Staatenbund Mercosur über ein umfassendes Freihandelsabkommen ist ein deutliches Zeichen für den freien Handel in Zeiten des zunehmenden Protektionismus."

Zum Abkommen mit dem Mercosur:
Bislang waren Länder wie Brasilien aufgrund von Handelsschranken, insbesondere Zölle in Höhe von durchschnittlich 14 Prozent, gerade für die mittelständischen Unternehmen des Maschinenbaus nur schwer zugänglich. Das zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay vereinbarte Freihandelsabkommen soll jetzt Schluss machen mit diesen Beschränkungen und die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Im Jahr 2018 haben deutsche Unternehmen Maschinenbauprodukte im Wert von 2,6 Milliarden Euro in die Mercosur-Länder exportiert. Der weitaus größte Teil dieser Exporte ging nach Brasilien (1,8 Milliarden Euro).