Klimamaßnahmen der Zukunft

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Um die Klimaziele der EU für 2030 doch noch zu erreichen, ist ein technologieneutraler und marktwirtschaftlicher Ansatz nötig. Ziel ist eine kohlenstoffarme Wirtschaft innerhalb der EU. Das europäische Emissionshandelssystem ist hierfür eine bereits existierende marktnahe Maßnahme. Eine sinnvolle ergänzende CO2-Preisgestaltung wird momentan diskutiert.

Die EU hat sich ehrgeizige Ziele für Klimaschutz gesetzt, die bis 2020 erreicht werden sollen. Doch Deutschland wird neben vielen anderen EU-Mitgliedstaaten seine Klimaziele im Bereich Lastenverteilung für 2020 verfehlen. Diese Ziele betreffen Emissionen aus den meisten Sektoren, die nicht in das EU-Emissionshandelssystem einbezogen sind, wie Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfall. Im Anschluss an den jüngsten Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) der Vereinten Nationen, der die Notwendigkeit eines raschen Handelns signalisiert, dürfte die Regulierung durch die EU strenger werden. Das wird sich auf Unternehmen in allen Sektoren auswirken. Die nationalen Energie- und Klimapläne (NECPs) sind Teil der EU-Strategie für ehrgeizigere Klimaschutzmaßnahmen. Die EU-Mitgliedstaaten stellen derzeit ihre einzelnen NECPs zusammen, die sie dann der EU vorlegen und darlegen, wie sie ihre Ziele im Jahr 2030 erreichen wollen. Der Maschinenbausektor verfügt schon heute über Technologien für den Klimaschutz.

Thilo Brodtmann, VDMA-Geschäftsführer, kommentiert den IPCC-Sonderbericht zur globalen Erwärmung: "Der aktuelle Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change ist alarmierend. Er zeigt, dass das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens noch erreicht werden kann. Um dies zu erreichen, sind jedoch in naher Zukunft weitreichende und beispiellose Systemänderungen erforderlich. Das bedeutet: eine Reduzierung der Emissionen in allen Bereichen! Viele Technologien für den Klimaschutz sind bereits verfügbar."

Technologieneutrale Politik

Die Aufrechterhaltung einer technologieneutralen und marktwirtschaftlichen Regulierungspolitik ist der Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele und zur Förderung der Wirtschaft. Nur durch einen technologieneutralen Ansatz kann Europa sein Potenzial als Weltmarktführer bei kohlenstoffarmen Technologien ausschöpfen, indem es den Unternehmen Planungssicherheit bei ihren Investitionen in zukunftsweisende Effizienz- und Energietechnologien bietet. Deutsche Maschinenbauer sind nicht nur Anwender, sondern vor allem auch Produzenten klimafreundlicher Technologien. Der Maschinenbau versteht sich daher als Schlüsselindustrie für technische Lösungen in der Klimapolitik.

Neue Vorschriften müssen nachhaltige Innovationen fördern und den Zugang zu Investitionen in technologische Innovationen erleichtern. Klimastrategien sollten es Maschinenherstellern und -den Anwendern der Anlagen ermöglichen, die am besten geeigneten technologischen Optionen auszuwählen und zu integrieren, während sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: die Aufrechterhaltung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

CO2-Preisgestaltung und Sektorkopplung

Nicht nur im Verkehrswesen, sondern überall – zum Beispiel in der Gebäudetechnik - ist ein stärkeres Engagement zur Reduzierung von CO2-Emissionen erforderlich. Sektorübergreifende Zusammenarbeit könnte zu energieeffizienten und klimafreundlichen technologischen Lösungen führen. 

Quelle: Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.

Während sich die derzeitigen EU-Maßnahmen durch die Richtlinie über den Emissionshandel auf bestimmte energieintensive Sektoren konzentrieren, müssen alle Branchen einschließlich des Maschinenbaus, mehr Engagement zeigen, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen. Einige Akteure erwägen ein System der CO2-Preisgestaltung, das auf Energiequellen mit hohem CO2-Ausstoß abzielt, um weitere Emissionsminderungen anzuregen. Vor diesem Hintergrund ist der VDMA der Ansicht, dass die effektivste Möglichkeit, den CO2-Ausstoß zu senken und gleichzeitig eine technologieneutrale und marktwirtschaftliche Lösung zu gewährleisten, die Einführung eines marktorientierten CO2-Preisfindungsmechanismus ist. Eine Umstrukturierung der Steuern und Abgaben auf Energieträger - je nachdem, wie viel CO2 sie ausstoßen - wäre ohne zusätzliche volkswirtschaftliche Kosten möglich.

Quelle: Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.

Jede Diskussion über eine klimaorientierte Reform der notwendigen Rahmenbedingungen muss die Beteiligung der Industrie einschließen. Für die Maschinenbauindustrie ist deshalb eine branchenübergreifende und internationale Zusammenarbeit unerlässlich, um internationalen Klimaschutz zu gewährleisten.