„Freihandel mit Vietnam ist ein Zeichen gegen Protektionismus“

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Vietnam sieht die fast vollständige Abschaffung aller Zölle vor.

Die EU-Mitgliedstaaten haben der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens und des Investitionsschutzabkommens zwischen der EU und Vietnam zugestimmt. Aus Sicht des Maschinenbaus setzt die EU damit ein klares Zeichen gegen den wachsenden Protektionismus. „Es war noch nie so wichtig wie heute, dass sich die EU für den freien Welthandel einsetzt. Abkommen wie das mit Vietnam sind ein klares Signal, dass Europa für offene Märkte und regelbasierten Handel steht“, sagt Holger Kunze, Leiter des VDMA European Office. Die Abkommen sollen am 30. Juni in Hanoi unterschrieben werden.

Das Freihandelsabkommen sieht die fast vollständige Abschaffung der Zölle zwischen der EU und Vietnam vor. 65 Prozent der Zölle auf EU-Ausfuhren nach Vietnam werden mit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens beseitigt, während der Rest über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren schrittweise abgeschafft wird. Bereits seit einigen Jahren verzeichnet der deutsche Maschinenbau stark wachsende Exportzahlen nach Vietnam, im vergangenen Jahr hat die Branche Güter im Wert von 788 Millionen Euro in das Land geliefert.