Integriertes QMS lohnt sich!

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Für Unternehmen gibt es bisher keine fundierten Auswertungen darüber, welchen ökonomischen Nutzen ein Qualitätsmanagementsystem hat. Software-Tools für das Qualitätsmanagement bringen Transparenz in die Prozesse und machen Optimierungen messbar.

Ein Qualitätsmanagementsystem, kurz QMS, ist im Prinzip eine Methode der Unternehmensführung, das zum Ziel ein systematisches Qualitätsmanagement hat. Es soll die Qualität der Produkte und Dienstleistungen sicherstellen, indem das System und die Prozesse darauf ausgerichtet werden. Ziel eines QMS ist also eine dauerhafte Verbesserung der Unternehmensleistung. Management-Berichte von 300 Seiten und mehr sind und waren im Qualitätsmanagement keine Seltenheit.

Ein QMS kann die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und Software-Lösungen einsetzen, um seine Akzeptanz zu steigern. Es liefert das Handwerkszeug, nach dem die Mitarbeiter im Qualitätsmanagement ihre individuellen Verfahren zur Sicherung und Verbesserung der Qualität ausrichten. Wie sich solche Systeme lohnen und welchen Mehrwert sie bringen, wenn sie vollständig in die Unternehmensstrukturen integriert werden, präsentierte das Unternehmen GEA Separator Group GmbH.

Auf dem VDMA-Arbeitskreis Qualitätsmanagement, der am 26. Februar 2019 in Kooperation mit ProduktionNRW stattfand, gab der Leiter des Qualitätsmanagements von GEA Separator Group, Dirk Schlingmeyer, einen umfassenden Einblick: „Unser unternehmenseigenes Q-Data-Management nutzen wir zur operativen Steuerung. Es hilft uns Daten agil auszuwerten, um schnell handeln zu können und die Performance von GEA zu verbessern“, erklärte Schlingmeyer und ergänzte: „Risikominimierung und Prävention sind Teil und Kernaufgabe des Qualitätssystems. Transparenz zu diesen Themen wird durch vernetzte Tools erzeugt.“

KPI’s visualisieren, auswerten und nutzen

GEA stellte das „Q Data Managament“ mit „Tableau“ Desktop Auswertung vor, in das unter anderem Customer und Internal Claim KPI’s, Quality-Cost- und Supplier-Performance KPI’s einfließen. „Der Einsatz von Software Lösungen – wie Tableau-Desktop – im Q Datamanagement, ermöglicht zeitnahe Auswertungen oder auch die Steuerung von Prozessen ohne Abhängigkeit von ERP-Systemen.

Daten aus unterschiedlichsten Quellen wie SAP oder Office können genutzt werden, um operative Management-Dashboards zu programmieren, was uns schneller und effizienter macht“, so das Resümee der KPI-Experten Sandra Lewak, Reinhard Ehrens und Sascha Schöning aus dem Qualitätsbereich bei GEA. Die Verwendung von Tools zur operativen Steuerung, sowie Ansätze zur schnellen Auswertung von Daten zur Prozessverbesserung, führen zu wirtschaftlichem Handeln, Steigerung der Performance, Minimierung der Risiken und Prävention.

VDMA Tool fürs Benchmarking: Einfach selbstbewerten!
Seit Anfang 2019 steht VDMA-Mitgliedern ein Online-Tool zur Verfügung, das sich „Fit-for-Quality“ nennt. Dr. Frank Bünting, stellvertretender Leiter der VDMA Business Advisory, stellte vor, wie sich Unternehmen anhand von 22 mit „Best-in-Class“- Unternehmen benchmarken und vergleichen können.

„Der Benchmark ‚Fit-for-Quality‘ zeigt uns, dass Top-Leistungen immer noch verbessert werden können“, so Bünting. Handlungsempfehlungen geben nach der Auswertung die Richtung vor, um das eigene Qualitätsmanagementsystem zu verbessern. Nach dem Eintragen der Daten in das Online-Tool können die Nutzer über die Druckfunktion einen Ausdruck oder ein PDF mit ihren firmenindividuellen Ergebnissen erstellen.

Arbeitskreis QM zum Thema Lieferantenbewertung in Planung

Die intensive Diskussion des „Fit-for-Quality“ Benchmark sowie die Präsentation der Best-Practice-Ansätze von GEA Separator ermöglichten intensive Diskussionen. Potenziale und neue Ideen wurden im Feedback mit den Teilnehmern besprochen.

Der nächste Arbeitskreis Qualitätsmanagement findet am 21. November 2019 zu dem Thema „Lieferantenbewertung“ statt. Sofern Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen oder auch einen Vortrag beisteuern möchten, können Sie sich gerne an phillip.kuebber@vdma.org!

Veranstalter
Die Veranstaltung wurde vom VDMA NRW in Kooperation mit ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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