Produktion erreicht 2018 neuen Höchststand

VDMA

Im vergangenen Jahr erreichten die deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit einem Plus von 5 Prozent einen Produktionsrekord von 3,3 Milliarden Euro. Damit wurde das prognostizierte Plus von 8 Prozent verfehlt.

Vor allem im vierten Quartal machte sich die konjunkturelle Abschwächung bemerkbar. In den fünf Jahren von 2013 bis 2018 stieg die deutsche Produktion von 2,3 Milliarden Euro auf 3,3 Milliarden Euro und erreichte damit ein jährliches Wachstum von über 7 Prozent. "Trotz der sich abzeichnenden konjunkturellen Verlangsamung in mehreren internationalen Märkten gehen wir davon aus, dass wir dieses hohe Niveau auch 2019 halten werden.", sagte Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des VDMA Holzbearbeitungsmaschinen, anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz zur LIGNA in Hannover.

Exporte steigen um 3 Prozent

Im vergangenen Jahr stieg der Exportwert der deutschen Hersteller gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro. Wachstumstreiber im Gesamtjahr war Lateinamerika mit einem Plus von 6 Prozent, gefolgt von Europa mit einem Plus von 5 Prozent und Nordamerika mit einem Plus von 3 Prozent. Negativ entwickelte sich der Export nach Asien. Hier verringerten sich die Ausfuhren um 2 Prozent.

USA erneut größter Exportmarkt für Holzbearbeitungsmaschinen „Made in Germany“

Insgesamt nahmen die drei größten Märkte USA, China und Polen 36 Prozent aller deutschen Ausfuhren im Jahresverlauf 2018 ab. Eine so klare Dominanz der Exportstatistik durch die Top-drei Märkte gab es noch nie. In die USA wurden Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von 364 Millionen Euro geliefert. Das entsprach einem Plus von 4 Prozent und einem Anteil von 15 Prozent an den deutschen Gesamtausfuhren. Auf Rang zwei und drei in der Exportstatistik folgten China inkl. Hongkong und Polen mit einem Plus von 10 bzw. 40 Prozent. Insgesamt erhöhten sich die Ausfuhren auf 333 bzw. 181 Millionen Euro in die beiden Länder und erreichten damit Rekordwerte.

Digitale Plattformen für die Holzindustrie

Die LIGNA 2019, Weltleitmesse für Maschinen, Anlagen und Werkzeuge für die Holz- und Möbelindustrie, die vom 27.-31. Mai 2019 in Hannover stattfindet, wird erneut stark vom Thema Digitalisierung geprägt sein. Klarer Trend: Namhafte Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen und ihre Kunden weltweit setzen auf die Nutzung digitaler Plattformen, um die Bedienung der Produkte zu vereinfachen und Maschinen und Werkzeuge besser zu vernetzen. Themen wie vorausschauende Wartung, virtuelle Inbetriebnahme und Simulation, Online-Diagnose und Selbstoptimierung werden dadurch Wirklichkeit. Es wird möglich sein, die Stillstandszeiten durch verbesserte Fehlerdiagnosen deutlich zu senken oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Das hat deutliche Produktivitätssteigerungen zum Ergebnis und birgt damit das Potenzial für signifikante Kosteneinsparungen.

Der VDMA und der europäische Verband EUMABOIS entwickeln dafür derzeit einen Standard auf Basis von OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture). Hier wird die Weltsprache der Produktion definiert. OPC UA steht für das Leistungsversprechen des Maschinenbaus, dass Plug and Play in der Holz- und Möbelindustrie Wirklichkeit wird. Es steht für ein einfaches Vernetzen von Komponenten und Maschinen unterschiedlichster Hersteller. Eine solche kundenorientierte Lösung ist die Grundvoraussetzung für die digitale Fabrik. Diese vorwettbewerbliche Standardisierung wird der modernen Holzverarbeitung, in der viele Segmente technologisch weitgehend ausgereift sind, neue Impulse verleihen. Selbst kleinere Einheiten werden mit geringem Aufwand in ein Netzwerk eingebunden und so zu intelligenten, hochflexiblen Mini-Fabriken.

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