Steuerliche Forschungsförderung: besser spät als nie!

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„Besser spät als nie“, kommentierte Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, den heutigen Kabinettsbeschluss zur Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung.

„Endlich findet hier eine jahrelange ‚Politik der ruhigen Hand‘ ihr überfälliges Ende – dafür gebührt der Bundesregierung Anerkennung“, sagte Rauen. Im internationalen Standortwettbewerb reiche die Fördersumme aber nicht aus. „Schon Midrange Companies, also größere Mittelständler mit mehr als 1000 Beschäftigten, wie sie im deutschen Maschinenbau typisch sind, werden nur unzureichend erreicht“, kritisierte Rauen.

„Die Förderung muss klaren Regeln folgen und sollte zugleich leicht administrierbar sein – sowohl für die öffentliche Verwaltung wie für die begünstigten Unternehmen.“

„Die Förderung muss klaren Regeln folgen und sollte zugleich leicht administrierbar sein – sowohl für die öffentliche Verwaltung wie für die begünstigten Unternehmen“, betonte Dr. Ralph Wiechers, Steuerabteilungsleiter des VDMA, mit Blick auf das vorgesehene Antragsverfahren. „Komplizierte Begutachtungen und Unsicherheiten bei der Abgrenzung der Fördertatbestände würden die Stärken einer steuerlichen Forschungsförderung konterkarieren“, sagte Wiechers. Bei aller grundsätzlichen Zustimmung zum Gesetzentwurf setzt der VDMA auf Verbesserungen und Klarstellungen im weiteren Verfahren.