Maschinenhersteller für die Fleischindustrie erwarten deutlichen Schub von der Weltleitmesse IFFA

shutterstock, takasu

Im Jahr 2018 wuchs die Maschinenproduktion der Hersteller von Fleischverarbeitungsmaschinen um knapp 5 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro.

Im Jahr 2018 wuchs die Maschinenproduktion der Hersteller von Fleischverarbeitungsmaschinen um knapp 5 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro.
„Wir schätzen den Gesamtmarkt allerdings auf etwa 2 Milliarden Euro, denn hinzu kommen Verpackungsmaschinen, Wägetechnik, Robotik und Komponenten, deren Produktionswert wir statistisch leider unserer Branche nicht zuordnen können“, erläutert Klaus Schröter, Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Fleischverarbeitungsmaschinen und des IFFA Fachbeirates, die jüngste Entwicklung.


Das Inlandsgeschäft ist für den hoch spezialisierten Industriezweig nach wie vor sehr wichtig. Besonders in den letzten drei Jahren haben die fleischverarbeitenden Betriebe kräftig investiert. Die Maschinennachfrage stieg mit teilweise zweistelligen Zuwachsraten. 2018 dürfte der Inlandsabsatz nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes einen Rekordwert von über 350 Millionen Euro erreichen.

Deutschland größter Exporteur von Fleischverarbeitungsmaschinen
Deutschland ist weltweit führender Hersteller und größter Exporteur von Fleischverarbeitungsmaschinen. Nahezu jede dritte Maschine, die international gehandelt wird, kommt aus deutscher Produktion. Der Exportumsatz der mittelständisch strukturierten Branche liegt bei rund 75 Prozent. 2018 stiegen die Exporte um 2 Prozent über das Vorjahresniveau.

Besonders stark wuchs die Nachfrage aus USA. Deutliche Impulse kamen zudem aus einzelnen Ländern der EU-28. „Für unsere Branche ist die Europäische Union mit einem Anteil von über 46 Prozent die wichtigste und stabilste Absatzregion. Unter dem Strich liefern wir unsere Maschinen in etwa 100 Länder“, fasst Schröter die Exportentwicklung 2018 zusammen.

Die Liste der zehn wichtigsten Auslandsmärkte wurde im vergangenen Jahr erneut von den USA angeführt. Russland kehrte auf Platz 2 zurück und Frankreich lag an dritter Stelle. Es folgen Großbritannien, Spanien, Polen, Niederlande, Österreich, Italien und Australien. Deutliche Steigerungen der Exporte konnten die deutschen Hersteller 2018 außerdem nach China, in die Republik Korea, nach Kanada, Mexiko und Südafrika verzeichnen.

Nachfrage getrieben von wachsendem Konsum und Ernährungstrends
Die weiteren Aussichten für die Zulieferindustrie der Fleischwirtschaft sind positiv. Die weltweite Produktion von Fleisch lag 2018 nach Angaben des britische Marktforschungsunternehmen Euromonitor International bei 1,05 Billionen Euro. Bis 2027 soll der Produktionswert auf 1,56 Billionen Euro steigen. Das entspricht einem Zuwachs von jährlich rund 5 Prozent. Auch der Mengenabsatz von Fleisch, der sich laut Euromonitor International im Jahr 2018 auf 237 Millionen Tonnen weltweit belief, legt mit Wachstumsraten von jährlich rund 2 Prozent zu. Die höchsten Zuwachsraten werden in Asien, Osteuropa und Lateinamerika erwartet. In vielen Ländern wird in den Aufbau von Kapazitäten und Steigerung der Wertschöpfung investiert.
Dabei tragen die Hersteller nicht nur den technischen Anforderungen Rechnung. Ernährungstrends, gesellschaftlichen Veränderungen hin zu kleineren Haushaltsgrößen, veränderte Vertriebsstrukturen und steigende Anforderungen an Verpackungen bezüglich Materialeigenschaften und Funktionen treiben Innovationen voran. Die Nachfrage nach flexiblen Maschinenkonzepten steigt.

Alle Neuentwicklungen und Optimierungen haben am Ende ein Ziel: Die sichere, hygienische, effiziente und wirtschaftliche Verarbeitung und Verpackung von Fleisch und Fleischprodukten zu ermöglichen. Dabei stehen auf der Weltleitmesse IFFA 2019 die Themen Lebensmittelsicherheit, Ressourceneffizienz, Produktionsoptimierung und Digitalisierung im Fokus.

 

Haben Sie noch Fragen? Beatrix Fraese, Telefon 069 6603 1418, beatrix.fraese@vdma.org, beantwortet sie gerne.

 

Der VDMA vertritt mehr als 3.200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Downloads