Weltweite Stoffbeschränkungen in Elektro- und Elektronikgeräten entwickeln sich zum Flickenteppich

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Während man in der EU über die Inhalte der „RoHS 3“ diskutiert, führen Länder außerhalb der EU ihre erste RoHS-ähnliche Regulierung ein. Dabei steht „RoHS“ für Restriction of Hazardous Substances und meint die in der EU seit 2003 existierende Richtlinie zur Beschränkung von bestimmten Stoffen in Elektro- und Elektronikprodukten.

Inzwischen haben fast 20 Länder und Regionen auf der Welt die EU-RoHS zum Vorbild genommen und eine eigene, nationale Regulierung daraus „gestrickt“. Dabei haben einige von ihnen die EU-RoHS fast 1:1 übernommen, andere hingegen haben nur bestimmte Begrifflichkeiten übernommen und sowohl den Anwendungsbereich als auch z.B. Ausnahmeregelungen gänzlich anders interpretiert. 

Für den Maschinen- und Anlagenbau heißt das: Mit der EU-RoHS konforme Produkte sind nicht überall auf der Welt „konform“. Es gilt, sich mit den nationalen Regelungen zu befassen und ggf. Änderungen an den betroffenen Produkten vorzunehmen. Das kostet viel Zeit und Geld. Die VDMA-Abteilung Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit hilft VDMA-Mitgliedern mit einer guten Übersicht über weltweite geltende Regelwerke und beteiligt sich zudem an Diskussionsprozessen zu neuen RoHS-Richtlinien – wie z.B. aktuell in Brasilien. Ansprechpartner zu dem Thema ist Frau Irina Messerschmidt (irina.messerschmidt@vdma.org, Durchwahl -1959).