VDMA fordert bessere Ausstattung von Berufsschulen

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Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kann anlässlich des Berufsbildungsberichts, den die Bundesregierung am Mittwoch verabschiedet hat, für seine Unternehmen eine stolze Bilanz ziehen: Die Zahl der Auszubildenden ist im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2018 erneut gestiegen.

Die Ausbildungsquote im Maschinenbau hat damit im 16. Jahr in Folge die 6-Prozentmarke übersprungen und liegt erneut über der durchschnittlichen Ausbildungsquote von 5 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe. Insgesamt wurden im Maschinenbau über 530.000 Ausbildungsverträge im Jahr 2018 geschlossen.

Der Leiter der VDMA-Bildungsabteilung, Dr. Jörg Friedrich, sieht in dem Ergebnis auch ein klares Bekenntnis der Maschinenbauer zur dualen Ausbildung. „Das Zusammenspiel von Unternehmen und Berufsschulen garantiert, dass viele junge Menschen eine umfassende Ausbildung erhalten, auf der sie trotz der rasanten technischen Entwicklung ihre berufliche Zukunft dauerhaft aufbauen können.“

Der VDMA-Bildungsexperte kritisiert allerdings die zum Teil mangelhafte Infrastruktur von Schulen und Berufsschulen. „Um mit der fortschreitenden Digitalisierung Schritt halten zu können, muss vor allem auch in die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte investiert werden. Nur so können wir Schüler und Auszubildende für die Zukunft fit machen.“ Zudem fordert Friedrich die Schulen auf, stärker als bislang die Informations- und Kooperationsangebote der Unternehmen wahrzunehmen. Schülerinnen und Schüler könnten sich so aus erster Hand über zukünftige Anforderungen im Berufsleben informieren.