„Verschiebung des Brexits nur mit klarer Perspektive“

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Die EU sollte einer Verlängerung der Frist bis zum Austritt Großbritanniens offen gegenüberstehen. Allerdings muss die britische Seite aufzeigen, wie sie den Aufschub nutzen will.

Das britische Unterhaus hat sich dafür ausgesprochen, die Frist bis zum EU-Austritt Großbritanniens zu verlängern. Dazu sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA: 

„Die britische Regierung hat ihr Land und Europa durch falsche Versprechen und unrealistische Erwartungen in eine Sackgasse geführt. Einziger Hoffnungsschimmer im Brexit-Chaos ist, dass auch das britische Unterhaus einen ungeordneten Austritt verhindern will. Wenn dazu eine Fristverlängerung nötig ist, sollte die EU dem offen gegenüberstehen. Eine Verschiebung des Brexits setzt voraus, dass die britische Seite klar aufzeigt, was sie eigentlich will. Wenn das gemeinsam ausgearbeitete Austrittsabkommen in Großbritannien vor dem 29. März keine Mehrheit findet, stellt sich die Frage, was ein kurzzeitiger Aufschub von wenigen Wochen erreichen soll. Der Maschinenbau ist mittlerweile für alle Fälle gerüstet. Die Unternehmen haben in den vergangenen Monaten ihre Abhängigkeiten vom Vereinigten Königreich geprüft und sind auch für einen harten Brexit so gut es geht vorbereitet.“