Sachsens Maschinenbauer knacken 2018 erstmals die Umsatzmarke von 8 Milliarden Euro

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Die 2018er-Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen eine bemerkenswerte Entwicklung des sächsischen Maschinen- und Anlagenbaus.

  • Gesamtumsatz erreicht neues Allzeithoch
  • Erneut mehr Beschäftigte
  • Verband rechnet auch für 2019 mit positiver Entwicklung


Leipzig, 07. März 2019 – Die sächsischen Maschinen- und Anlagenbauer haben 2018 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Gut gefüllte Auftragsbücher führten zu neuen Höchstwerten in Umsatz und Beschäftigung. Das geht aus den veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamtes Sachsen für Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern hervor.

Demnach verkauften die 201 Betriebe Maschinen, Anlagen und Komponenten im Wert von etwa 8,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2017 steigerten sie ihren Gesamtumsatz um 3,8 Prozent beziehungsweise zirka 300 Millionen Euro. Damit haben die sächsischen Maschinenbauer gleichzeitig ihre führende Position innerhalb Ostdeutschlands behauptet. Mit deutlichem Abstand folgen Thüringen und Sachsen-Anhalt.

"Diese Entwicklung ist bemerkenswert und war in dem Maße nicht zu erwarten", sagt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes Ost. Bereits 2017 war der Umsatz auf einen neuen Rekordwert geklettert. "Dass dieser Wert nun trotz der vielen globalen Unsicherheiten und Handelsturbulenzen noch einmal übertroffen wurde, spricht für die hohe Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der sächsischen Industrie", ergänzt Pätz.


Exporte auf Vorjahresniveau

Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz stieg um 2,7 Prozent beziehungsweise 111 Millionen Euro auf zirka 4,2 Milliarden Euro. Die Betriebe exportierten somit etwa jedes zweite Produkt (52 Prozent). 40 Prozent der Waren, die an auslän­dische Kunden geliefert wurden, gingen in Länder der Europäischen Union. Die wichtigsten Handelspartner außerhalb der Euro-Zone waren China und die USA.

Die Exportquote bewegt sich seit vielen Jahren rund um die 50-Prozent-Grenze und deutlich unter der Exportquote des gesamtdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus von 79 Prozent. "Hier spielen unter anderem die kleineren Betriebs­größen eine Rolle, welche die Auslandsaktivitäten erschweren. Außerdem ist in der Region die Zulieferstruktur stark ausgeprägt, so dass viele Unternehmen eher indirekt am Export beteiligt sind", erklärt der Landesverbands-Geschäfts­führer. Im Ranking aller ostdeutschen Bundesländer nehmen Sachsens Betriebe hinter Berlin Platz zwei ein.


Erstmals wieder fast 36.000 Beschäftigte

Steil nach oben zeigte die Beschäftigungskurve. In den Firmen mit mindestens 50 Mitarbeitern arbeiteten im Jahr 2018 durchschnittlich 35.813 Menschen – ein Plus von 4,4 Prozent beziehungsweise etwa 1.500 Beschäftigten gegenüber 2017. Mehr Menschen fanden zuletzt Mitte der 1990er-Jahre ihre berufliche Heimat im Maschinen- und Anlagenbau.

"Es ist erfreulich, dass die Unternehmen ihre Belegschaften weiter aufbauen. Wir dürfen aber nicht die Augen davor verschließen, dass trotzdem viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden", bekräftigt Pätz. Neben Materialengpässen gehört der Arbeitskräfte­mangel derzeit zu den größten Produktionshindernissen.


2019 verlangsamt sich Wachstum

Für 2019 erwartet der Verband, dass sich der Wachstumskurs fortsetzen wird, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als bisher. So werde sich das Tempo der Weltwirtschaft verlangsamen. Sorgen bereiten den Maschinenbauern zudem die internationalen Handelsstreitigkeiten, die verhärteten Fronten rund um den EU-Austritt Großbritanniens, die Marktentwicklung in China und den USA sowie die Verschuldungskrise Italiens. "Doch auch wenn die Konjunktur dieses Jahr an Schwung verliert, bedeutet das noch keine Krise", betont Pätz. An Sachsens Politik appelliert er aber, auch im Wahljahr weiter an Zukunftskonzepten für Themen wie Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung und Bildung zu arbeiten.

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