Endlich positives Signal für die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung

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Diskussionsentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung grundsätzlich positiv - Deckelung der förderfähigen Aufwendungen und zeitliche Befristung bedürfen jedoch Nachbesserungen

„Ein großer Schritt für die Bundesregierung, ein noch zu kleiner für unsere Zukunftsfähigkeit und den Standort Deutschland“, kommentiert Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, den heute bekanntgewordenen Diskussionsentwurf zur Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung des Bundesfinanzministeriums.
„Ohne Zweifel positiv ist, dass sich die Einführung nun endlich abzeichnet und dieses so wichtige Instrument grundsätzlich auch allen Unternehmen zugänglich sein soll“.

 

„Ein großer Schritt für die Bundesregierung, ein noch zu kleiner für unsere Zukunftsfähigkeit und den Standort Deutschland.“

„Mit der Deckelung der förderfähigen Aufwendungen auf 2 Millionen Euro springt das Bundesfinanzministerium aber deutlich zu kurz“, kritisiert Dr. Ralph Wiechers, Steuerabteilungsleiter des VDMA. „Im internationalen Standortwettbewerb reicht eine Fördersumme von maximal 500.000 Euro nicht aus“. Selbst Midrange Companies, also größere Mittelständler, wie sie im deutschen Maschinenbau typisch sind, werden davon nur unzureichend adressiert.

Auch biete eine zeitliche Befristung auf vier Jahre keinen nachhaltigen Anreiz zur Ansiedelung von Forschung in Deutschland. Bei der vorgesehenen Finanzausstattung drohe die Gefahr, dass sich nach Ende der Befristung nicht die gewünschte Wirkung in Bezug auf zusätzliche Forschung einstellt und das Instrument diskreditiert wird.
„Wir setzen auf Nachbesserung spätestens im parlamentarischen Verfahren“, betont Rauen. „Bestmöglich konzipiert, kann die steuerliche Forschungsförderung unser Land in Richtung Innovation massiv voranbringen“.