„Freihandelsabkommen mit Japan setzt Zeichen gegen Protektionismus“

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Die Reise von Bundeskanzlerin Merkel nach Japan kommt zum richtigen Zeitpunkt: Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan wird die beiden großen Wirtschaftsräume enger zusammenbringen.

Zum Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Japan und zu dem am 1. Februar in Kraft getretenen Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann: 

„Der Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in Japan kommt zum rechten Zeitpunkt. Denn beide Seiten haben gerade ein deutliches Zeichen für den Freihandel und gegen protektionistische Tendenzen gesetzt. Das Freihandelsabkommen zwischen Japan und der EU betrifft das größte Handelsvolumen, das die EU je liberalisiert hat.

"Die deutschen Maschinenbauer erhoffen sich insbesondere durch die verbesserten Konditionen für die europäischen Abnehmerindustrien im japanischen Markt indirekte Impulse für das zukünftige Geschäft."

Die deutschen Maschinenbauer erhoffen sich insbesondere durch die verbesserten Konditionen für die europäischen Abnehmerindustrien im japanischen Markt indirekte Impulse für das zukünftige Geschäft. Traditionell weist unsere Industrie ein Handelsdefizit mit Japan auf. Wir sind jedoch nach in Kraft treten des bilateralen Abkommens optimistisch, die derzeit bestehende Lücke schließen zu können. Darüber hinaus profitieren unsere Mitglieder bei der Einfuhr von Produkten aus Japan nach Deutschland vom Wegfall der Zollabgaben.“

Zum Hintergrund: Japan ist der drittwichtigste Exportmarkt für den deutschen Maschinenbau in Asien, der sich zurzeit erfreulich entwickelt. Nach den für das Exportgeschäft positiven Jahren 2016 und 2017 hält der Trend weiter an. Von Januar bis November 2018 stiegen die Exporte nach Japan im Vergleich zum Vorjahr erneut um 8 Prozent auf insgesamt 2,5 Mrd. Euro an.