Neue Regeln für die Auditierung von integrierten Managementsystemen

Heute werden in den Unternehmen unterschiedliche Managementsystemanforderungen in ein Managementsystem integriert. Bisher war es allerdings nur bedingt möglich, ein integriertes Managementsystem zu auditieren und zu zertifizieren. Mit der Überarbeitung des Mandatory Documents (MD) 11 des International Accreditation Forums (IAF), initiiert durch den VDMA Arbeitskreis Qualität & Management, ist dies nun möglich.

Der VDMA Arbeitskreis hat ein Konzept zur effizienteren Vorgehensweise entwickelt, bei IAF als Projektvorschlag eingebracht und bei dessen Umsetzung in den IAF-Gremien mitgearbeitet.

Extended Audit Approach (EAA)

Der neue Extended Audit Approach (EAA) kann von Unternehmen angewendet werden, deren Managementsystem einen „Integrationsgrad“ von 100 % hat.  Wird der neue Ansatz angewendet, dann können gleichartige Themen in den Managementsystemnormen, wie zum Beispiel die Bestimmung des Kontextes der Organisation gemeinsam von nur einem Lead-Auditor auditiert werden. Damit wird eine Doppelung vermieden. Parallel dazu werden die themenspezifischen Anforderungen von Fachauditoren begutachtet, die dann nicht mehr zwingend über eine Mehrfachqualifikation verfügen müssen. Im Gegenzug stehen für den größeren Planungsaufwand im neuen Ansatz 30 % der potenziellen Auditzeit zur Verfügung. Die Vorgehensweise ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Auditzeiten gegenüber dem bisherigen Vorgehen.

Mit einer Übergangszeit von 1 Jahr kann die neue Regel in den Unternehmen angewendet werden.

Das neue MD 11 kann auf der IAF-Homepage heruntergeladen werden.