VDMA: Digitalisierung der Verwaltung braucht Tempo

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Der VDMA fordert von der Bundesregierung, den Bürokratieabbau energischer als bisher anzugehen. Vor allem eine zügige Digitalisierung der staatlichen Verwaltung bietet Unternehmen erhebliches Einsparpotenzial.

„Jetzt muss der Umstieg von deutschen Behörden auf Onlinedienste endlich Tempo gewinnen,“ sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts des Nationalen Normenkontrollrats in Berlin. „Digitalisierung könnte ein echter Preissenker werden,“ betont Brodtmann. Unternehmen würden bis zu 54 Prozent der Kosten für ihre Top-30-Verwaltungsleistungen sparen, wenn diese komplett digitalisiert würden. Brodtmann spricht sich deshalb dafür aus, eine zentrale, nutzerfreundliche Verwaltungsplattform einzurichten, worüber Unternehmen an alle deutschen Behörden und Verwaltungen melden können.

„Alle bürokratischen Regeln und Vorschriften, auch europäische, müssen ab sofort in der Bürokratiebremse berücksichtigt werden.“

Die Hälfte der bürokratischen Belastungen für die Wirtschaft resultiert aus Brüsseler Vorschriften. Die deutsche Bürokratiebremse, die sogenannte „One in, one out-Regel“, misst bisher jedoch nur Regelungsvorhaben der Bundesregierung. Der VDMA-Hauptgeschäftsführer befürwortet daher die Forderungen des Normenkontrollrats: „Alle bürokratischen Regeln und Vorschriften, auch europäische, müssen ab sofort in der Bürokratiebremse berücksichtigt werden.“