Ungeordneter Brexit bleibt ein Schreckensszenario

Der Maschinenbau hofft auf eine Einigung zwischen der EU und Großbritannien in den Brexit-Gesprächen. Ein EU-Ausstieg ohne Folgeabkommen hätte auch für die Industrie negative Konsequenzen.

Die britische Regierung hat erste Pläne für den Fall vorgelegt, dass die Brexit-Verhandlungen in einem „ungeregelten Ausstieg“ des Vereinigten Königreichs aus der EU enden. Dazu sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA:

„Ein ungeordneter Brexit bleibt das Schreckensszenario für die Industrie in Großbritannien und Europa. Ein Scheitern der Brexit-Verhandlungen würde bestehende Handelsströme und Wertschöpfungsketten zerstören und damit Wohlstand und Arbeitsplätze vor allem in Großbritannien, aber auch in der EU gefährden.

Großbritannien und die EU sind daher gefordert, schnell Fortschritte zu erzielen und es nicht auf eine Hängepartie bis März 2019 ankommen zu lassen. Angesichts der schleppenden Verhandlungen ist es zwar logisch, dass beide Seiten auch ein Scheitern der Austrittsverhandlungen als Option mitbedenken. Aber Notfallpläne entlassen die Politik nicht aus der Verantwortung, alles dafür zu tun, dass der Notfall nicht eintritt. Die Unternehmen müssen sich jetzt zwar vorsorglich für einen „hard Brexit“ wappnen – wir hoffen aber, dass diese Vorbereitungen nie umgesetzt werden müssen.“

"Ein Scheitern der Brexit-Verhandlungen würde bestehende Handelsströme und Wertschöpfungsketten zerstören und damit Wohlstand und Arbeitsplätze vor allem in Großbritannien, aber auch in der EU gefährden."