VDMA: Klimaschutz braucht glaubhafte Signale

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Der Energiepolitische Sprecher des VDMA, Matthias Zelinger, kommentiert den Vorschlag von EU-Kommissar Canete, das EU-Klimaschutzziel für 2030 anzuheben. Das Verhalten aller am Pariser Klimaprozess beteiligten Staaten ist entscheidend.

EU-Kommissar Miguel Canete schlägt vor, basierend auf den Beschlüssen der Mitgliedstaaten zur Energieeffizienz und zu Erneuerbaren Energien, das EU-Klimaschutzziel für 2030 anzuheben. Dazu soll eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 45 Prozent (bisher: 40 Prozent) im Vergleich zu 1990 angestrebt werden. Matthias Zelinger, Energiepolitischer Sprecher des VDMA, kommentiert:

 

„Beim Klimaschutz ist es nicht allein mit Zielsetzungen getan, sondern es braucht die richtigen Instrumente und gute Innovations- und Investitionsbedingungen, um auch wirklich voran zu kommen."

„Beim Klimaschutz ist es nicht allein mit Zielsetzungen getan, sondern es braucht die richtigen Instrumente und gute Innovations- und Investitionsbedingungen, um auch wirklich voran zu kommen. Das sehen wir gerade an der Zielverfehlung in Deutschland für 2020. Richtig ist aber, dass die Kompromisse in der EU zu Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien der vergangenen Monate Europa beim Klimaschutz deutlich voranbringen.

Auch die Reform des Emissionshandels bringt glaubhafte Signale. Es sollte auch vom Verhalten der anderen am Pariser Klimaprozess beteiligten Staaten abhängen, daraus eine verbindliche Zusage im internationalen Prozess zu machen.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist ein Lösungsanbieter für den Klimaschutz, er investiert erheblich in entsprechende Technologien. Nur wenn der Paris-Prozess hier eine Weltmarktperspektive bietet, ist dieses hohe Niveau auf Dauer zu halten, gerade auch, weil zum Beispiel aus China immer mehr Anbieter in diesen Markt drängen.“