Windenergie an Land - Ein funktionierendes EEG-Ausschreibungssystem braucht klare Perspektiven

Nordex

Die heute durch die Bundesnetzagentur veröffentlichten Ausschreibungsergebnisse der dritten Auktion für Windenergie an Land im Jahr 2018 sind für den Fachverband Power Systems des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA PS) eine logische Entwicklung.

Die heute durch die Bundesnetzagentur veröffentlichten Ausschreibungsergebnisse der dritten Auktion für Windenergie an Land im Jahr 2018 sind für den Fachverband Power Systems des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA PS) eine logische Entwicklung. „Vor dem Hintergrund des energiepolitischen Stillstandes seit über einem Jahr, überrascht das Ergebnis keineswegs“, sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer des VDMA PS. „Einerseits hat die Unterzeichnung der letzten Runde offensichtlich zusätzliche Bieter aktiviert und es gab ausreichend Teilnehmer, andererseits sehen wir weiterhin auch sehr günstige Gebote, der Wettbewerb ist intakt“, so Zelinger weiter. Insofern seien die Ausschreibungen weiterhin ein Erfolg, auch wenn das Umfeld unklar bleibt.

Der Höchstgebotswert für die Ausschreibungen im Jahr 2018 wurde von der BNetzA Ende 2017 auf 6,3 ct/kWh festgelegt. Der Durchschnittszuschlag ist gegenüber der letzten Runde auf 6,16 ct/kWh leicht gestiegenen. Dies ist aber keine Abkehr der Kostensenkung bei den Erneuerbaren, sondern eine Momentaufnahme.

„Das Erreichen der Energie- und Klimaziele muss mit Wettbewerb in Einklang gebracht werden. Dies setzt die Ausgestaltung des Sonderausschreibungsvolumens und die Definition des Ausbaupfades zum 2030-Ziel voraus, ebenso eine gemeinsame Anstrengung von Bund, Ländern und Industrie, zu ermöglichen, dass ausreichend genehmigte Projekte im Markt sein können“, so Zelinger weiter.

Der VDMA wirbt für eine schnelle und gestaffelte Aufteilung der im Koalitionsvertrag definierten vier Gigawatt auf die kommenden technologiespezifischen Ausschreibungen. Zelinger ergänzt: „Wir begrüßen die Netzausbauinitiative von Minister Altmaier. Die mit einem Zeitplan versehen und umgesetzt werden muss. Sie hilft, den Ausbaupfad hin zu den 65% erneuerbarer Energie im Stromsystem im Jahr 2030 zu erreichen. Die Regierungsfraktionen sollten nun schnell Einigungen erzielen, damit die Energiewende weiterhin ein Standortvorteil für Deutschland bleibt.“

Über VDMA Power Systems

VDMA Power Systems ist ein Fachverband des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA e.V. Der Fachverband vertritt im In- und Ausland die Interessen der Hersteller von Windenergie- und Wasserkraftanlagen, Brennstoffzellen, Gas-/Dampfturbinen und -anlagen sowie Motorenanlagen. Für sie alle dient VDMA Power Systems als Informations- und Kommunikationsplattform für alle Themen der Branchen wie Energiepolitik, Gesetzgebung, Marktanalysen, Messen, Normung, Standardisierung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Über VDMA e.V.

Der VDMA vertritt mehr als 3.200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 226 Milliarden Euro (2017) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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