VDMA fordert zügige Umsetzung des Digitalpaktes

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„Deutschland ist Technologieführer auf den internationalen Märkten und will es auch bleiben. Daher besteht seitens der Bildungspolitik bei der Digitalisierung unserer Schulen dringender Handlungsbedarf“, kommentiert Jörg Friedrich, Leiter der VDMA-Bildungsabteilung, die Ergebnisse des jüngsten Bildungsmonitors des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Schulen bräuchten schnell einen Breitbandanschluss, eine gute Ausstattung mit der erforderlichen Hard- und Software, eine entsprechende Lehrerfortbildung sowie neue pädagogische Konzepte. Besonderen Handlungsbedarf sieht der Bildungsexperte bei den Beruflichen Schulen. 

„Als Partner in der dualen Berufsausbildung kommt den Beruflichen Schulen bei der Digitalisierung eine Schlüsselrolle zu. Hier gilt es, schnell zu investieren“, fordert Friedrich. Daher sei es wichtig, den Digitalpakt von Bund und Ländern zügig umzusetzen. Die Länder seien aufgefordert, zusätzliche eigene Mittel in mindestens gleicher Höhe bereitzustellen.
Laut Studie räumen lediglich 12,1 Prozent der Schulleitungen in Deutschland der Fortbildung ihrer Lehrer zu digitalen Themen eine hohe Priorität 
(EU-Durchschnitt: 43,4 Prozent) ein. Nur 6,5 Prozent der Achtklässler besuchen Schulen, in denen Tablets für den Unterricht zur Verfügung stehen 
(EU-Durchschnitt: 15,9 Prozent). 

Eine Folge: In der letzten PISA-Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Schule liegt Deutschland im Vergleich der 47 teilnehmenden Länder auf Platz 44. Der Bildungsmonitor 2018, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt, misst seit dem Jahr 2004 bereits zum fünfzehnten Mal, in welchen Handlungsfeldern der Bildungspolitik der Bundesländer Fortschritte erzielt werden konnten.

Im Bildungsmonitor 2018 erreichen Sachsen, Thüringen und Bayern die besten Ergebnisse in den zwölf bewerteten Handlungsfeldern. Dahinter folgen Baden-Württemberg, Hamburg und das Saarland. Die Schlussgruppe bilden Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Die übrigen Bundesländer bilden das Mittelfeld.

Den Bildungsmonitor 2018 sowie weitere Informationen finden Sie unter www.insm-bildungsmonitor.de